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Black Sabbath – 13

Black Sabbath – 13

Schlicht „13“ wurde das 19. Studioalbum von Black Sabbath betitelt. Die Mitbegründer des Heavy-Metal legen einen nach und das in fast kompletter Ur-Besetzung.

Ob man sich nach der alten Zeiten sehnt, oder ob der Sound von Black Sabbath (Homepage) sowieso zeitlos ist, sei einmal dahingestellt. Auffällig ist, dass man sich mit „13“ an dem Debütalbum „Black Sabbath“ von 1970 orientiert hat. Langsame, doomhafte Riffs von Tony Iommi, der drückender antreibende Bass Butlers und die markante, einen hauch dunkler gewordene Stimme Ozzy´s, versprühen diesen herrlichen Retro-Charme. Als Ur-Väter des Metals weiß man Altbewährtes zu schätzen.

So startet das Album mit „End of the Beginnig“ und ein Deja-Vü-Erlebnis der angenehmen Art stellt sich ein, welches sich das eine oder andere Mal wiederholt. Mit der Singelauskopplung „God is Dead?“ zollen Black Sabbath ihren Tribut in metallischem Gewand an den Philosophen Friedrich Nietzsche. „Zeitgeist“ ist ein gelungenes Akkustikteil und Parallelen zu „Planet Caravan“ kann man auch hier nicht überhören. Dennoch lässt der Song, der dem Album zur Mitte hin eine Atempause verschafft, um danach mit „Age of Reason“ wieder energischer in die Saiten zu greifen, vor allem durch seine psychedelisch angehauchte Stimmung ein Abdriften in die innere Gedankenwelt zu.

album cover

Zum Ende hin schlägt die Platte einen noch düsteren Weg ein. „Damaged Soul“, der von fetzigen Solis Iommi´s, Mundharmoniker und knackenden Basslines nur so strotzt, unterstreicht nochmals die Bedeutung der Band für die Metal-Szene und zeigt der jüngeren Generation, was es heißt, puren Heavy-Metal zu verkörpern. „Dear Father“, beendet das Album (die Deluxe Edition bietet drei weitere Titel) und mutet zum Teil als Mix ihrer besten Songs, bei dem sich Drummer Brad Wilk, bei den vorigen Songs kam sein Schlagzeug kaum zur Geltung, endlich austoben kann.

Vielleicht war es nur mit Produzent Rick Rubin möglich, den Weg zum Album „13“ zu gehen. Als  langjähriger Fan der Band, weiß er anscheinend genau wofür Black Sabbath steht. Ehrlicher, düsterer Metal der geradeaus und ohne viel Drumherum direkt in die Ohren prescht und dort nicht mehr verschwinden will.

Black Sabbath – 13

Für Fans von: Motörhead, Iron Maiden
Mercury (Universal)
VÖ: 07.06.2013
Gesehen um: € 12,98

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  • Nova Rock 2014: Black Sabbath als Headliner! - enemy.at

    […] Die Mitbegründer des Heavy Metal sind seit nun mehr als 40 Jahren fester Bestandteil des Genres, auch wenn immer wieder einige Schaffenspausen dazwischen lagen. Über 70 Millionen Tonträger der Band gingen in dieser Zeit über die Ladentheken der Welt. Heuer brachten das Gespann rund um Skandalrocker Ozzy Osbourne ein neues Album auf den Markt, schlicht 13 benannt – und das schlug ein wie eine Bombe. Weltweit erreichte es Top-Chartplatzierungen, auch wir waren begeistern. […]