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Blue – Arena Wien

Blue – Arena Wien

Obwohl die 90er schon ein wenig zurückliegen und Mädels heute eher auf Justin Bieber stehen, war Wien am Mittwoch wieder im Boyband-Fieber! Blue (Homepage), die vier Jungs aus Großbritannien, die heuer ihr Comebackalbum Roulette veröffentlichten, traten in der Arena auf. An der Abendkassa waren zwar noch Tickets zu haben, doch mehr als eine Handvoll können das nicht gewesen sein. Es herrschte mehr als nur reges Treiben!

Überwiegend weibliche Anhänger jeden Alters fanden sich in der Location ein. Was nicht heißen soll, dass die Männer unter ihnen nur von ihren Freundinnen mitgeschleppt wurden. Im Laufe des Abends sollten einige von ihnen fast energetischer als die Frauen mit abfeiern!
Doch dazu musste das Konzert erst ein Mal beginnen, was sich durch technische Probleme etwas hinzog. Während Gitarrist, Bassist und Schlagzeuger schon auf der verdunkelten Bühne standen, mussten für die Sänger funktionierende Mikrofone herangeschafft werden.

Blue live in der Arena Wien

(C) Alexander Blach

Nach zehn Minuten Warterei bekamen die Musiker dann endlich etwas zu tun. Blue (Facebook) eröffneten die Show mit ihrem Elton John Cover Sorry Seems To Be The Hardest Word. Die Fans sangen von der ersten Zeile an lautstark mit. Das sollte sich das ganze Konzert über, das allgemein sehr laut war, auch nicht ändern.
Ebenso laut kreischten vermeintlich die jüngeren Anwesenden besonders zu Anfang bei den Soloparts der Briten, um deutlich zu machen, wem von ihnen ihr Herz gehört. Die genossen diese Art von Aufmerksamkeit sichtlich.

Denn auch wenn sie nicht mehr so jung sind wie zu Beginn ihrer Karriere, nett anzusehen sind die Vier nach wie vor! Der eine hat einiges an Muskelmasse zugelegt, bei einem anderen sind einige Tätowierungen dazugekommen. Zweierlei haben sich aber nicht geändert: Die Stimmen sind nach wie vor top, und auch wenn man schon in den 30ern ist, geht es nicht ganz ohne choreografierte Bewegungen hier und da. Die üblichen Bodenmarkierungen für den richtigen Standort auf der Bühne gab es ebenfalls.

Blue live in der Arena Wien

(C) AlexanderBlach

Musikalisch performte das Quartett einen Mix aus neuen Songs aus dem aktuellen Album und alten Hits, die hörbar aufgepeppt wurden. Der Schlagzeuger gab deutlich den Ton an. Er war ein gutes Beispiel dafür, dass es nicht das Schlechteste ist, eine Band auf Tour zu begleiten, deren Publikum sich wohl großteils (leider) nur für die Sänger interessiert. Die Freude beim Spielen konnte man ihm sichtlich ansehen – er lebte sich dabei so richtig aus!

Über die kaum zu übertreffende Textsicherheit der Menge konnte sich Duncan bei einer der letzten Nummern, Guilty, freuen. Hier kam er mit den Strophen auseinander („What am I singing?“) und lies sich allzu gerne von ihr aushelfen.
Einige Highlights standen trotz fortgeschrittenem Abend jedoch noch bevor; beim folgenden If You Come Back brachten Blue (Twitter) eine Strophe von Justin Timberlakes Mirrors ein. Die Zugabe eröffnete die Gruppe mit einer überraschend rockig-klingenden Coverversion von Sex On Fire der Kings of Leon! Die Stimmung war zum Bersten, die Halle kochte und nach zwei weiteren Liedern wurden die Fans mit dem Gefühl nach Hause entlassen, bei einem Hammerkonzert anwesend gewesen zu sein.

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