Home   /   Allgemein  /  Live Reviews  /  Musik  /   Bon Jovi – Krieau Wien

Bon Jovi – Krieau Wien

Bon Jovi – Krieau Wien

Während man noch sehnsüchtig auf den Einlass wartete, der mit einstündiger Verspätung gewährt wurde, konnte man schon erahnen, dass das – noch schöne – Wetter bald umschlagen würde. Während die österreichische Vorband MakeMakes und anschließend die Christl Stürmer ihre Songs vor einem unbeeindruckten Publikum präsentierten, füllte sich langsam die Trabrennbahn in Krieau mit tausenden Fans und der Himmel mit schwarzen Wolken. Und das war auch gut so.

Musste der gute Jon Bon Jovi noch wenige Tage zuvor das Konzert in Sofia wegen eines Allergieanfalles frühzeitig beenden, freute er sich in Wien umso mehr über den anfangs noch Nieselregen. „I’ve never been so happy about rain“, meinte er lächelnd. Somit konnte der Auftritt ohne gesundheitliche Probleme vonstattengehen.  Anfangs hielt sich die Stimmung jedoch noch in Grenzen, obwohl schon Hits wie You Give Love A Bad Name rausgeschmettert worden sind. Auch der Gitarrensound war zunächst von dem neuen Gitarristen Theofilos „Phil X“ Xenidis, der als Ersatz für Richie Sambora einsprang, noch nicht ganz perfekt.

Bon Jovi mit Richie Sambora

Bon Jovi

Doch bei dem Song Raise Your Hands wurde dieser Aufforderung natürlich sofort Folge geleistet und das Publikum tauchte im Händemeer unter. Auch It’s My Life riss alle Fans von den Sitzplätzen und die Stimmung war grandios. Im Mittelteil der Show flaute diese jedoch wieder ein bisschen ab, da nicht so bekannte Songs gespielt wurden. Allgemein war die Setlist auf flotte Nummern konzipiert und Balladen wie Bed Of Roses und Always waren darauf gar nicht zu finden. Dann kam auch noch dazu, dass der Regen immer stärker wurde. Das störte aber in Wahrheit fast Niemanden, bis auf ein paar Wenige, die unter einem Schirm Schutz suchten und daraufhin von Jon Bon Jovi liebevoll als „Sissies“ bezeichnet wurden. Der 51-jährige Leadsänger stürmte klitschnass und in Höchstform über die eindrucksvolle Bühne, ohne auch nur annähernd ans Ausrutschen zu denken.

Gegen Ende des Sets präsentierte die amerikanische Band Medleys mit Superhits wie Start Me Up von den Rolling Stones und Rockin‘ All Over The World von Status Quo. Bad Medicine war der letzte Song, bevor Bon Jovi nach einer ganz kurzen Pause als Zugabe  All-Time-Classics wie Wanted Dead Or Alive spielten und ganz zum Schluss mit Livin‘ On A Prayer das zweieinhalbstündige Konzert beendeten. Das Publikum war begeistert und Bon Jovi meisterten einen tollen Auftritt zu ihrem 30-jährigen Jubiläum. Diese Band sollte man einfach live erlebt haben. Warum? „Because They Can“.

Home   /   Allgemein  /  Live Reviews  /  Musik  /   Bon Jovi – Krieau Wien

Tags

Related Article