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Bouncing Souls – Comet

Bouncing Souls – Comet

Mit Comet erscheint das mittlerweile achte Studioalbum der Punk-Pioniere aus New Jersey. Ebenso knackig wie der Titel ist auch die Tracklist. In den zehn neuen Songs der vier Skatepunker ist so ziemlich alles drinnen, was man von ihnen in den letzten 20 Jahren so zu Ohren bekommen hatte. Punkige Rythmen, rockige Riffs, Gesangslinien mit hohem Wiedererkennungswert und catchy Melodien – 2013 bieten Bouncing Souls (Homepage) einige gute Momente und einen Totalausfall.

Der Opener Baptized, oder auch Static und die Single Infidel, preschen sehr stark voran und erinnern vor allem durch den starken Gesang von Greg Attonito an den Old-Skool-Style von den Kollegen Pennywise. Ähnlich wie der Ungar Zoli Teglas, vom 2012er-Pennywise-Album All Or Nothing, hat er nämlich auch eine sehr kraftvolle Stimme, die einen Song durchaus alleine tragen kann. Für Bouncing Souls-Fans ist dies aber längst keine Neuigkeit mehr, denn schließlich ist das wohl schon immer das stärkste Merkmal der Band gewesen.

In den zehn Tracks der neuen LP sind mindestens zwei Songs dabei, die sofort in die Bouncing Souls-all-time-classics aufgenommen werden können: Coin Toss Girl und In Sleep sind einfach nur unwiderstehlich gute Songs, die auch durch ihre relativ emotionalen Texte und in sich steigernde Kompositionen viele ansprechen werden. In zweiter Reihe können sich sofort DFA, Comet oder Ship In A Bottle einreihen.

Perfekte Songs gibt es vielleicht nicht auf Comet, viel mehr sind es einzelne Momente, die den Hörer auf Anhieb ansprechen. Mal hier ein gutes Intro, mal da ein cooler Chorus, dann wieder ein lässiges Interlude oder eine catchy Bridge. So ziemlich jeder Song hat seinen besonderen Moment und das macht Comet zwar nicht perfekt, aber doch sehr gut. Einziger Schönheitsmakel – in der Mitte des Albums – ist das unsäglich belanglose und uninspirierte We Love Fun. Vor allem Text und auch Musik sind einer Band dieses Status nicht würdig, allenfalls als B-Seite. Bei nur zehn Songs verärgert es umso mehr, dass dieser Track auf das Album gepackt wurde.

BouncingSouls_comet_LP

Mit dem Comet-Coverartwork kehrt die Band auch wieder zu ihrem größten Erfolg, dem Klassiker von 2001 How I Spent My Summer Vacation zurück. Gut gewählt, denn mit der neuen LP könnte man auch gut den heurigen Sommer verbringen. Rekorde wird dieses Album keine brechen, für Fans der Band, oder generell Fans von Punk oder Melodic-Hardcore, ist Comet ohne zögern zu empfehlen!

Bouncing Souls – Comet

Für Fans von: Anti-Flag, Millencolin, Nofx, Pennywise
Chunksaah Records/Rykodisc (Warner)
VÖ: 28.06.2013
Gesehen um €15,99

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Bernd Eger
Arbeitet auch als Redakteur bei Fussballerleben.at
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