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Breaking Bad – Felina (SPOILER-GEFAHR!!!)

Breaking Bad – Felina (SPOILER-GEFAHR!!!)

Auch wenn ich es gerne versuchen würde, wird es wohl hier nichts mit dem Spoiler-freien Artikel. Das geht einfach nicht und ich hoffe, ihr versteht das. Aber ich denke, ich muss keinem aktiven Breaking Bad – Süchtler erklären, dass es schier unmöglich ist, die letzte Folge dieses Granits der gegenwärtigen Serienlandschaft spoilerfrei in eine Gesamtkritik miteinzubauen. Also, Liebe Nicht-Breaking-Bad-Seher und die, die es nicht mehr werden wollen: Ich werde in diesem Gesamtreview genug Informationen einstreuen, um euch den Spaß, den Ich selbst hatte, so sehr zu vermiesen, dass ihr das Ende von Breaking Bad mit dem von Lost gleichsetzt oder gar mit dem von Dexter in einem Atemzug nennt. Alle anderen Breaking Bad – Jünger wissen, das dem nicht so ist. Good Bye Nicht Breaking Bad Fans. Bitte steigt genau hier aus und fängt mit S01E01 an. Und beendet zumindest die erste Staffel. Erst dann werdet ihr das Potential dieser 50-minütigen genialen Serie zu schätzen wissen.

— Achtung ERNSTHAFTER SPOILER ALERT —

Jetzt mach ich wirklich keinen Spaß mehr. Jeder der hier weiterliest, ist selber schuld.

Nun ist es also aus. Vorbei mit „The Danger“. Heisenberg wird uns nicht mehr bekochen. Auch kein weiteres „Bitch!“ von Jesse Pinkman werden wir hören. Diese Serie, die so viel an Wirbel erzeugen konnte und vor allem mit der fünften letzten Staffel noch einmal massiv an Spannung und Qualität zugelegt hat, verdient ein würdiges Ende. Und genau das bekommt sie auch.

Die letzte Folge trägt den doch etwas seltsamen Namen Felina. Gleich zu Beginn spielt in Walts gestohlenem Auto der Song El Paso von Marty Robbins, in dem es um einen Cowboy geht, der sich in ein Mädchen namens Felina verliebt und in ihren Armen stirbt. Außerdem ist Felina ein Anagram für Finale.

Und in diesem Finale bleibt nichts offen, jeder Charakter erfährt sein eigenes Ende. Das wurde auch schon zu Genüge im Vorfeld berichtet und auf diversen Internet-Platformen lang und breit diskutiert. Auch, dass es kein Ponyhof-Happy-End geben wird, war irgendwie klar. Und dennoch ist das Gefühl wärmend und zufriedenstellend, nachdem das letzte mal am Ende die Credits an Serienschöpfer Vince Gilligan zu sehen sind.

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Mit Walter war es zwar auch in dieser Folge kein Zuckerschlecken, aber er hat vor Allem eines gemacht, und es ist etwas, das man ihm wahrscheinlich nie zugetraut hätte: Er hat zugegeben, dass er alles nur für sich selbst gemacht hatte. „…I was alive.“ war die Begründung. Walter war süchtig. Er war weder Meth-Head, noch kann man nach diesem Finale wirklich sagen, dass Geld oder Macht die ausschlaggebenden Faktoren waren. Er war süchtig nach leben. Und das Kochen hielt ihn am Leben. Das hat er gegenüber seiner Frau zugegeben. Einen besseren Abschluss mit sich selbst hätte es für Walt wohl kaum geben können.

Schließlich lösen sich auch für Jesse die Dinge ins Positive auf. Er entkommt aus seiner Gefangenschaft dank der Hilfe von Walt und ist wahrscheinlich auch der Einzige, der in der letzten Folge wirklich was zu lachen hat.

Walt hingegen begibt sich zu seiner wahren Liebe und stirbt quasi in ihren Armen. Mit Tränen in den Augen liegt er inmitten des Drogenlabors, in dem sein Produkt gekocht wurde. Es war seine Felina. Es ist sein Baby Blue.

Didn’t know you’d think that I’d forget or I’d regret
The special love I had for you, my baby blue

Danke Vince für dieses wunderbare Ende.

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