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Chicks-Guide: Die Geheimnisse des Money Boy

Chicks-Guide: Die Geheimnisse des Money Boy

Seitenweise Erklärungen gibt es, wie man ein Lavados in Pokémon fängt, wie die perfekte Rasur gelingt oder was man als frischgebackener Papa beachten muss. Aber wie kommt man überhaupt einmal zur Traumfrau; wie bekommt man sie alle, die Girls und Bitches? Der Godfather of Swag, Money Boy himself (Homepage), ist das beste Beispiel dafür, wie man’s richtig macht. Er kriegt sie und zwar alle. Ich habe über seine Masche monatelang Beobachtungen geführt und meine Ergebnisse in diesen Guide gepackt: „Bitches – Wie man sie alle gettet“. Wer sich an diesen Guide hält, hat quasi den Meisterball in der Tasche. Frei nach dem Motto „Gotta Catch ‚em All“.

1) Sex – Nenn‘ sie Bitch, sie mag das!

Money Boy – Charming Prince und Sexgott. Von ihm können die jungen Burschen von heute noch etwas lernen, denn ja, er weiß, wie er die Frauen betört. Er hat immer einen flotten, charmanten Spruch auf den Lippen („Hat die Bitch ’nen geilen Arsch, dann cock die Bitch weg – Bitches werden weggecockt“) und bekommt sie damit alle: Bitches aus Österreich, Bitches aus Deutschland, blonde, braunhaarige und rothaarige Bitches. Am liebsten hat er sie alle und wenn möglich auf einmal. Sein Geheimtipp? Sprich mit den Bitches so, wie sie es hören wollen: „Zeig mir deinen geilen Arsch, die Titten und dann will ich, dass du mir die Pussy präsentierst!“ – No Homo!

2) Geld und Business – nur Bares ist Wahres

Okay, jetzt mal Klartext: so charmant und Geld hat er auch noch? Er ist dieser „Geldjunge“, er hat Money zum schei.. schmeißen! („Baby du bist Hammer – und ich hab‘ Geld“) Immerhin callt er täglich mit arabischen Scheichs und hat schon ganze zwei Verträge mit diesen abgeschlossen! Und wie wir alle wissen, ziehen ein paar grüne (besser: violette) Scheine die Girls an wie ein Magnet. Wer mit seinem Money so hustlet wie Money Boy, jeden Tag bei KFCs mampft und nicht nur eine Kette sondern gleich Two Chains hat, schart die Bitches nur so um sich: „Ich verprass locker 100.000 in einer Nacht!“. Also, sei’s drum: lass‘ den Bausparer Bausparer sein, heb‘ dein Erspartes vom Geburtstags-Sparbuch ab, shake deinen Swag und dann ran an den Speck! Yolo!

3) Marken – verkaufe dich! Muss nicht teuer sein!

Scheiß auf die New Era Caps mit goldenen Stickern, auf Casio-Armbanduhren und George Gina & Lucy Taschen. Das Accessoire des Jahres heißt Gucci Bandana! Paris Hilton, DJ Ötzi, Niki Lauda: sie haben es alle gemacht. Sekt in der Dose trinken, auf der Sonnenliege bis in die Abendstunden hustlen und chinesische Fast Food Nudeln naschen. Ein bisschen peinlich berührt waren wir ja beim Hinschauen schon. Bei Money Boy schauen wir aber gar nicht mehr weg: wie eine Live-Elefantengeburt im Tiergarten. Sogar ein Song namens „Gucci Boutique“ hat es auf sein neues Album geschafft: „Mein Swagger ist total außer Kontrolle, ich bin echt nice!“ Ah äh, was, warte, die Songzeile stammt doch aus „Dreh‘ den Swag auf“? Ja, stimmt schon, aber bei so viel shoppen in der Gucci Boutique hat man doch echt keine Zeit, neue Rhymes zu finden!

4) Swag – ohne Swag schaut’s bitter aus!

Er kam, sah und swagte. Doch Swag ist kein Lebensgefühl. Scheiß auf Ideologien und Weltbilder, Swag ist keines von beidem. Es geht nur um eines: die Cap muss farblich zum Shirt und den Sneakers passen, zwei Iced Out Chains (zwei!), a lot of Bling Bling und jede Marke, die du bekommen kannst. Don’t forget the Gucci Bandana! Alles klar? So schwer ist das ja echt nicht.

5) Bad Boy – bitte schön Hustlen!

„Ching Chang Chung – ich bin nicht dumm. Die Kette macht Bling, die Kasse macht Ching. (..) und die Knarre macht Boom.“ lautet die Titelzeile eines seiner Frühwerke. Schnell wird klar: der Junge weiß, wie’s auf der Straße abgeht. Schnelle Cars, schwere Munition und heiße Bitches. Dieser Boy ist ein Hustler und er hustlet hard, Player!  Nicht umsonst lauten seine Songtitel „Fick die Hater“, „Ghetto Song“ oder „Kein Benehmen“. Mit diesem Ghettoboy ist nicht zu Spaßen: „Ich geb‘ euch einen Roundhouse-Kick und fick‘ eure Mums nur so zum Spaß(..)“ Be A Bad Boy und du hast sie schon gewonnen, die barbusigen Bitches, die gerne Champagner trinken.

6) Rhymes – sei erfinderisch!

Die Sprache verfällt immer mehr? Geh wo! Bei Money Boy gibts hochkarätigen österreichischen Rap. Er hat den Rap neu erfunden. Neue Gattungen des Rhymens wurden gefunden. Wie einst Giacomo da Lentini das Sonett erfand, droppt Moneyboy die Rhymes wie sonst keiner: „Ich trinke Cocktails, Sex On The Beach – ich und deine Mutter haben heute Sex On The Beach“. Wer solche Rhymes droppt, auf den warten die Girls schon im Flauschebett.

7) Melancholie – er mag’s auch deep

Wie jeder Bad Boy hat auch Money Boy zwei Seiten. Der Boy, der am Block chillt, kann es auch ganz deep: in „Was ist mit mir“ verarbeitet er die Tatsache, dass von KIZ, Casper, Kollegah und Co in den Medien mehr gesprochen wird als von ihm. Hat es ihm viele dunkle Nächte bereitet? Feuchtgeweinte Polsterbezüge? Wie viele Tassen Milch mit Honig, wie viele Supersoft-Taschentücher hat er verbraucht? No Homo aber darauf stehen die Bitches. Pack‘ deine sanfte Seite aus und sag‘ ihnen, wie sehr es dich berührt, dass sie so geil sind. Wer wie Money Boy im Texten und Musikmachen begabt ist, sollte sich nicht scheuen, einen Song zu rhymen um Revue passieren zu lassen und das Erlebte zu verarbeiten. Money Boys „An diesem einen Tag am Rummelplatz“ bringt sogar mich zum Heulen. „Du hattest Ugg Boots und ’ne Leggins an“ PS: Hierbei kann das Wissen von Punkt 6 angewendet werden und ist unersätzlich! Tu’s wie Money Boy:“Ich seh‘ dich in meinen Träumen – werde immer von dir träumen“   Cat Deville

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