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Children Of Bodom – Arena Wien

Children Of Bodom – Arena Wien

Es war ein kühler und feuchter Novembersonntag. Perfekt zum Herumgammeln auf der Couch, ohne Absicht das Haus zu verlassen. Wäre da nicht das Children Of Bodom Konzert in der Wiener Arena gewesen. Die magere Zahl an Facebook-Zusagen (21!) ließ kurz Zweifel aufkommen, trotzdem rafften wir uns auf und machten uns auf den Weg in Richtung Erdberg.

Angekommen in der Arena, wurde sofort das Publikum durchgezählt. Es waren definitiv mehr als 21 Leute bereits an der Bar. Nach einem erleichternden Prost diskutierten wir die Annahme, dass relativ wenig Metalheads Facebook verwenden dürften. Zur Gänze konnten wir unsre Gedanken aber nicht ausführen, da mittlerweile die ersten Akkorde von Medeia (Homepage) aus den Boxen tönten.

Medeia als Vorband von Children Of Bodom in Wien

(c) Daniel Kubera

Hurtig scheuchte ich meinen Fotografen in den Graben, positionierte mich vor der Bühne und ließ Medeia auf mich wirken. So richtige Stimmung wollte selbst nach den ersten paar Songs nicht aufkommen. Leider wirkte die Show etwas plan- und konzeptlos. Medeia ernteten wertschätzenden Applaus sowie einen richtig gut sitzenden Bier-Wurf. Das Publikum dürfte sich nicht einig über die Darbietung gewesen sein. Trotzdem haben sich Medeia bemüht und konnten dem einen oder anderen die Nackenmuskulatur lockern.

Mit vollem Becher und leerer Blase trafen wir uns draußen auf die Zigarette danach. Wozu sollte man eine Umbaupause sonst nutzen? Für den obligatorischen Merchandise-Check blieb ebenfalls ausreichend Zeit. Verwundert über den Children Of Bodom (Homepage) Jutebeutel zogen wir weiter, beschäftigt mit dem Versuch, uns einen „Bodom-Hipster“ vorzustellen. Viel Zeit dazu blieb leider nicht, denn Decapitated (Homepage) standen bereits auf der Bühne.

Decapitated wärmten das Publikum für Children Of Bodom auf

(c) Daniel Kubera

In Sachen Performance hatten Decapitated dem Opener einiges voraus. Die Show wirkt stimmig und überzeugend. Aber auch hier wollte das Publikum nicht aus sich herauskommen. Die Bewegungen schränkten sich auf den Arm- und Nackenbereich ein. Je länger Decapitated werkten, desto mehr gefiel’s den Zuschauern. Leider wurde der unerwartete Wunsch nach einer Zugabe nicht erfüllt.

Mehr: Children Of Bodom im Interview 2011

Nach 35 Minuten Pause ging’s dann endlich weiter. Children Of Bodom betraten die Bühne, einen Augenblick später war die Stimmung am Kochen. Die ersten „Bodom, Bodom“-Chöre stimmten ein, noch bevor überhaupt ein Song gespielt wurde. Mit Sixpounder eröffneten sie ihr Set, gefolgt von Living Dead Beat. Die schwarzen Fingernägel flanierten übers Griffbrett, wie eh und je. Bei Silent Night, Bodom Night gab das Wiener Publikum richtig Gas. Sehr zur Freude von Frontman Alexi Laiho, der auch endlich mal Emotionen zeigte.

Children Of Bodom rockten die Wiener Arena

(c) Daniel Kubera

Mit sauberen Soli und richtig fettem Sound hielten Children Of Bodom die Menge bei Laune. Als dann in der Mitte des Sets die ersten Töne von Lake Bodom aus den Boxen schallten, ging ein (positives) Raunen durchs Publikum. Auf den Klassiker Hate Crew Deathroll folgte ein eher langweiliges Dead Man’s Hand On You, dass die Stimmung etwas dämpfte. Aber mit Are You Dead Yet? und Blooddrunk war dieser kurze Ausrutscher sofort verziehen. Zum Abschluss gab’s den All-time Favourite Downfall und als Zugabe In Your Face.

Children Of Bodom unterhielten das Wiener Publikum gewohnt gut. Leider enttäuschten beide Supportbands, dennoch ein gelungener Sonntagabend.

Wie gefielen euch Children Of Bodom?

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Alexander Blach
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