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Children Of Bodom – Halo Of Blood

Children Of Bodom – Halo Of Blood

Children Of Bodom (Homepage, Facebook) war vermutlich eine der ersten Bands, mit der jeder aufstrebende Metalhead seine Feuertaufe im Melodic Death Metal erlebte – die melodiösen Keyboards, gepaart mit dem wilden Gitarrenspiel erlaubte es den ersten fünf Alben der Band zu Klassikern zu avancieren. Kaum eine Band hatte Anfang 2000 so eine interessante Linie in diesem Subgenre wie Children Of Bodom. Jedes Album war eine Besonderheit, welches sich von seinem Vorgänger abhob und die treuen Fans mit Neuigkeiten und immer wieder neuen Ohrwürmern überraschte.

Wir schreiben das Jahr 2008 – Children Of Bodom stehen an der Spitze der Macht des Melodic Death Metals – Tolle Live Performances, gute Alben, tolles Merch, alles prima. Dann kam Blooddrunk und alles wurde anders – Children Of Bodom stürzte ab. Was sich die Finnen jahrelang aufgebaut haben, krachte innerhalb eines Jahres nieder – die treuesten Fans empörten sich über die einfallslosen Kompositionen und das allgemein sehr schlechte Album.
Die Finnen legten drei Jahre Schaffenspause ein und brachten 2011 den nächsten Müll heraus. Das war für die meisten Fans ein Todesurteil. Für viele galt Children Of Bodom zu dem Zeitpunkt bereits als tot – gespielt wurden nur ältere Sachen und als „true“ galten nur die Alben bis 2005. Der Absturz der Band hatte viele Gründe (welche wir hier nicht erläutern werden – das würde den Rahmen umso mehr sprengen), und Hoffnung war keine in Sicht.

Auch für mich galt die Band als tot – Kiddies, die Shirts mit den neueren Albumcovern trugen, wurden von den „wahren“ Fans, welche sich in ihrer Kurzsichtigkeit nur allzu häufig selbst beschränken, milde belächelt. Plötzlich bekomme ich ein neues Children Of Bodom – Album zugeschickt. Erster Eindruck: Skepsis – Wie schlecht können die Jungs noch werden?

Children-Of-Bodom-Halo-Of-Blood-cover

Platte wird aufgelegt und aufgedreht – Aha, nicht schlecht. Halo Of Blood beginnt echt gut, klingt ein wenig wie ’ne Mischung aus Trashed, Lost & Strungout und If You Want Peace … Prepare For War. Weiter geht’s – Der Titelsong entfernt sich etwas vom Melodic Death und taucht schon fast in den Melodic Black – kein Problem, gut klingen tut’s allemal. Die ersten zwei Nummern überraschen uns – endlich hat sich da was getan bei den Finnen.

Wir bleiben aber trotzdem skeptisch – zwei nicht schlechte Tracks heißen noch nichts, wir sind immer noch von den alten Platten verwöhnt. Nächster Track – etwas langsamer, melodiöser. Gute Nummer, wir nicken zustimmend. Nummer 4 schwächelt hie und da – baut sich dann aber doch noch auf und kratzt somit noch die Kurve. Nummer 5 gefällt uns gut – entfaltet ein fast schon vergessenes Potenzial.

Immer wieder hören wir Parallelen zu Tracks zwischen den Jahren 2001 und 2005. Uns stört es nicht. Uns ist lieber, Children Of Bodom kopiert sich auf ’ne annehmbare Art und Weise selbst, als „trashigen“ Müll zu produzieren, welcher sich nur mit „COB“-Aufdruck vermarkten lässt. Die restlichen fünf Nummern stecken ebenfalls voller positiver Überraschungen – wir sind zufrieden, die Finnen haben es wieder geschafft. Es sind nicht ihre besten Songs, aber zumindest stimmt die Richtung. Und dafür sind wir schon mal dankbar.

Ich weiß ja nicht, was den inzwischen 34-jährigen Alexi Laiho dazu bewegt endlich wieder gute Musik zu machen – ob es alte Erinnerungen oder Aufnahmen waren, oder die unzähligen Beschwerden, welche ihn via Mail und Foren erreicht haben. Fakt ist: Es hat sich was getan bei den Kindern aus Bodom. Halo Of Blood muss nicht wie seine zwei Vorgänger in die Schäm-Ecke. Es kann sogar den Meisterwerken der Blütezeit fast das Wasser reichen. Fast.

Children Of Bodom – Halo Of Blood

Für Fans von: Made Of Hate, Norther, Arch Enemy, Scar Symmetry
Nuclear Blast
VÖ: 07.06.2013
Gesehen um €16,99

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Lukas Elzbieciak
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