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City and Colour – Arena Wien

City and Colour – Arena Wien

Zwei Jahre nach seiner ausverkauften Show im Wiener WUK, ist Dallas Green mit City and Colour am 19. Juni 2013 endlich nach Österreich zurückgekehrt. Mit Twin Forks als Support, spielten City and Colour ein Konzert in der Arena, das fast zwei Stunden dauerte – leider nicht Open Air.

Den Abend eröffnete die amerikanische Folk-Band Twin Forks (Homepage). Kannten wir Chris Carrabba, Sänger der gefühlvollen Rockband Dashboard Confessional, bisher nur von seiner ruhigen Seite, sahen wir ihn in der Arena in einer völlig anderen Rolle. Das schwungvolle Quartett rund um den Frontman machte Stimmung, strahlte vor Lebensfreude. Doch die nahmen leider nur wenige war. Denn viele der Konzertbesucher waren zuvor nach draußen geflüchtet, weil es in der Halle bereits unerträglich heiß geworden war.

Twin Forks live in der Arena Wien

Twin Forks – © Yavuz Odabas

Kurz nach 21.00 Uhr wurde die Bühne dann in ein rotblaues Licht getaucht, auf ein Intro war verzichtet worden. City and Colour, Dallas Green und seine 4-köpfige Band, stellten sich wortlos an ihre Plätze und starteten mit Of Space and Time von der neu erschienen CD The Hurry and the Harm. Schon nach dem ersten Lied war das Publikum schweißgebadet, es hatte gefühlte 50 Grad in der vollgefüllten Halle. Schade also, dass das Konzert nicht draußen stattfand.

We are City and Colour from Canada. Thank you for coming here and being interessted in this whole thing! It’s fucking hot in here!

begrüßte der ehemalige Sänger der Hardcore Band Alexisonfire (die sich aufgrund seines erfolgreichen Solo-Projekts aufgelöst hatte) sein Publikum. Ansonsten zeigte sich der Kanadier eher wortkarg.  Doch angesichts seiner Lieder, seines Gesangs, einfach des Gesamtpakets City and Colour verziehen wir ihm das gerne. Übrigens hat Green scheinbar seinen Kleidungsstiel geändert: Statt Opa-Brille und Anzug wie vor zwei Jahren trug er wieder Shirt und Hose.

City and Colour live in der Arena Wien

City and Colour live in der Arena Wien – © Yavuz Odabas

Es folgten Songs von seinen alten Platten (alle drei wurden mit Platin ausgezeichnet) wie zum Beispiel Northern Wind und auch neue wie etwa The Lonely Live. Die Fans, unter ihnen auch erstaunlich viele Anhänge der härteren Musik, sangen brav mit. Einen Großteil des Konzerts stand Dallas Green auch alleine auf der Bühne. Als er beim Refrain zu Sleeping Sickness angelangte, war Gänsehaut trotz Affenhitze garantiert. Dann holte Green seine Mundharmonika für Body in a Box hervor und das erste Mal an diesem sonst eher ruhigen Abend kam so richtig Stimmung auf.

City and Colour live in der Arena Wien

City and Colour live in der Arena Wien – © Yavuz Odabas

Bevor er Hello, I’m In Delaware spielte bat er die Fans darum, ihre Handys und Kameras wegzugeben. Sie sollten den nächsten Song genießen und sich nicht nur durch Fotos oder Videos erinnern können.

This song is very important to me. I wrote it after my father died

sagte er. Es wurde still im Saal, der Applaus nach den letzten Gitarrenklängen war umso lauter. Die traurige Stimmung geriet aber sofort wieder in Vergessenheit, als The Girl kam. Spätestens jetzt sang jeder im Publikum laut mit. City and Colour (Homepage) beendete ihr Konzert, das fast zwei Stunden gedauert hatte, mit dem langsamen Song Sometimes.

Ein sehr gelungener, wenn auch abartig heißer Abend. Ein Open Air Konzert hätte ihn perfekt gemacht. Und bitte lieber Dallas, das nächste Mal sprich doch wieder mehr mit uns!

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