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Dark Sermon – In Tongues

Dark Sermon – In Tongues

Wenn einen das erste Mal der Bandname Dark Sermon ins Auge sticht, könnte man vermuten, dass sich dahinter eine Gothic Metal Band verbirgt. Mit diesem Hintergedanken dürfte es beim Reinhören den einen oder anderen vom Hocker hauen. Hochgeschwindigkeitsfanatiker und Fans des technischen Death Metal sollten sich den Namen Dark Sermon gut einprägen. Denn die Prügelknaben aus Florida liefern mit ihrem Debütalbum In Tongues ein gewaltiges Knüppelexemplar. Zum Kochen dieses meisterlichen Rezepts benötigt man einen großen Messbecher Black Dahlia Murder, sowie einen Esslöffel Behemoth. Dieser Mischung fügt man noch eine ordentliche Prise Suicide Silence hinzu et voilà – man erhält einen knallharten, jedoch gut genießbaren Dark Sermon-Kuchen. Der hochwertige Sound, der wie Samt in den Ohren liegt, ist das Sahnehäubchen oben drauf. In Tongues wurde in den weltbekannten AudioHammer Studios in Florida aufgenommen, wo auch schon Bands wie Devil Driver, Six Feet Under oder Trivium „kochten“.

CD Cover In Tongues

Stilistisch gesehen sind Dark Sermon sicher nichts Neues. Aber die Jungs aus Tampa erzeugen einen eigenen Sound, den sich die rechte Gehirnhälfte relativ bald einprägt. Besonders die Stimme von Frontmann Johnny Crowder, dessen Hardcore Shouts, sowie die kreischenden und tiefen Vocals, harmoniert mit Riffs und Schlagzeug. Abgesehen von den deftigen Vocals überzeugt Drummer Bryson St. Angelo mit ultraschnellen Blastbeats und einer gut beherrschten Fußmaschine. Auch über die Gitarristen kann man nichts Schlechtes sagen. Riffexperimente, ordentliche Gitarrensolos und dicke Breakdowns. Trotz Experimentierfreude und Vielfältigkeit könnte der Hörer aufgrund der hohen Geschwindigkeit nach einigen Songs eine gewisse Eintönigkeit empfinden. Für zartbesaitete Ohrmuscheln ist In Tongues definitiv nichts.

Besondere Gusto Stückchen auf In Tongues sind das aggressive und Hass treibende The Shepperd`s Stuff, der Nackenbrecher Imperfect Contrition oder Testament, das mit einem düsteren, Black Metal ähnlichem Gitarrenriff beginnt.

Nuclear Blast haben da einen dicken Fisch an Land gezogen. Neben der spielerischen Perfektion und der gelungenen Aufnahmen überzeugt das Coverartwork. Gezeichnet wurde es von Eliran Kantor, der schon Covers für Hatebreed, Sodom, Testament und mehr entworfen hat. Dark Sermon überzeugen mit ihrem Debütalbum In Tongues und sorgen für einen gelungenen Einstand in der Welt des extremen Metals. Man darf sich auf eine vielversprechende Zukunft freuen. Hoffentlich packen Dark Sermon (Facebook) bald ihre Sachen und kommen nach Europa, um ihre Songs Live zu präsentieren.

Dark Sermon – In Tongues

Für Fans von: Black Dahlia Murder, Job For a Cowboy
Nuclear Blast
VÖ: 12.04.2013
Gesehen um €8,35

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