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deadnote.danse! – Cornucopia

deadnote.danse! – Cornucopia

Anmutige Gitarrenakkorde, psychedelisch – durchs Stereopanorama wandernde – Stimmen, ein noch relativ minimalistischer Beat und ein mächtiger Synthbass (Moog?) eröffnen im Song Synced das Album Cornucopia von deadnote.danse!. Nach etwa einer Minute setzen die ersten gesungenen Worte ein. Es wird etwas ruhiger, doch nicht weniger intensiv. Bereits hier sind Instrumentierung, Arrangement und Produktion beeindruckend nah am Puls der Zeit. Der Song bleibt stark und hinterlässt einen mit großen Hoffnungen für die kommenden zehn Stücke. Outlawed und die Single Rush enttäuschen zwar nicht, mit dem fulminanten Opener halten sie jedoch nicht mit. Track Nummer Vier, White Wall überzeugt wieder auf voller Linie. Druckvolle Synths und mächtige Drums ergeben einen bitgecrusht klingenden Sound, der einen kaum ruhig sitzen lässt und absolut zeitgemäß ist. Ein Wechsel der Tonleiter im Refrain und Gesangslinien, die zu den besten am Album gehören, machen den Song zu einem kleinen Meisterwerk. Ähnlich gut geht es dank einfallsreichen Samples und schön eingesetzter Vocoder in Too Much weiter. Ein bisschen später läuft die Band im mitreißenden Refrain von Another Kind wieder zur Höchstform an.

CD Cover Cornucopia von deadnote.danse!

Cornucopiadeadnote.danse!

Es ist ein zweischneidiges Schwert dieses Cornucopia. Abwechslungsreichtum, Produktion und die angesprochenen Highlights wissen immer wieder zu beeindrucken, so richtig hineinversetzen und sich komplett in der Musik verlieren kann mich sich jedoch selten. Sängerin Giovanna Fartacek liefert größtenteils einwandfreie Vocals und Hooks. Ein bisschen mehr Facettenreichtum und Authentizität hätten ihrem Gesang aber noch gut getan. Das Potenzial dieser Band ist groß, vollkommen ausgeschöpft ist es hier jedoch noch nicht. Man hört wie viel Arbeit in Cornucopia steckt. Alles wirkt gut durchdacht, irgendwo steckt wohl auch ein Gesamtkonzept hinter dem Album und die Symbiose von Gitarren und Drums mit elektronischen Instrumenten funktioniert. Höhere Dichte an wirklich guten Songs und mitreißendere Lyrik könnten für einen großartigen Nachfolger reichen. Cornucopia ist ein gutes Debütalbum welches aufgrund der Stärke einiger herausstechender Songs zu überzeugen weiß, und das Potenzial hat deadnote.danse! (Homepage) weit zu bringen.

deadnote.danse! – Cornucopia

Für Fans von: Radiohead, Massive Attack
Live from Mars Records
VÖ: 10.05.2013
Gesehen um 9,89

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