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Der Butler – Filmkritik

Der Butler – Filmkritik

Ein epochaler, mitreißender Film durch die amerikanische Gegenwartsgeschichte von den 50ern bis zur Wahl Obamas. Der Butler, gespielt von Forest Whitaker, erzählt das Leben eines schwarzen Mannes im Dienste des Präsidenten in einer Oscar-reifen Form, die trotz allem nicht ohne Klischees auskommt. Am 20. Dezember läuft er in den heimischen Kinos an und man kann gespannt sein.

Der Butler – Staraufgebot

Lee Daniels (Precious Das Leben ist kostbar, Monster’s Ball), der Regisseur des Films Der Butler, greift auf ein Staraufgebot der Extraklasse zurück. Abgesehen von einer außergewöhnlich brillanten Schauspielleistung von Whitaker, finden sich viele Weitere aus der Hollywoodelite wie Oprah Winfrey, Cuba Gooding Jr., Robin Williams, Jane Fonda und John Cusak wieder. Auch mit Größen der Musikgeschichte spart Daniels nicht. Lenny Kravitz und  Maria Carey. Als Mutter von Gaines hat Carey zwar nur einen Kurzauftritt, jedoch einen wichtigen. Sie zeigt sich in ungewohnter Manier nicht musikalisch, sondern als Schauspielerin auf der Leinwand. Mit dem spektakulären Aufgebot, ist die schauspielerisch gute Leistung des Films gesichert und somit kann man sich in den 132 Minuten des Films entspannt einer Handlung widmen, die abgesehen von so manchen Klischees wie Elemente des Blaxploitation, einem Geschichte in einer Art und Weiße zeigt, wie man sie sich teilweise gewünscht hätte.

Der Butler – Eine Gesichte zwischen Vater-Sohn-Beziehung und Revolution

Der Butler, genannt Cecil Gaines, wächst auf einer Baumwollplantage auf und wird durch schreckliche Ereignisse auf dem Feld zu einem „Hausneger“ befördert. Er lernt das Handwerk, wie man sich in den damaligen Zeiten zu verhalten hatte und bewies sein Können. Mit voranschreitendem Alter riss er aus und fand durch Zufall einen weiteren Job als Diener. Gaines arbeitet sich nach oben und mit seinem herausragenden Können und seiner Diskretion landete er schlussendlich im Weißen Haus, als Butler von Eisenhower bis Reagan.

Die berührende Geschichte eines Mannes in Zeiten des Umbruchs in Amerika lässt einen das Leid einer ganzen Nation, bezogen auf die schwarze Bevölkerung in vollkommener Reduktion vermischt mit erschreckenden und gleichzeitig rührenden Bildern miterleben. Louis Gaines der ältere Sohn von Cecil erkennt sehr früh die Missstände in Amerika und beginnt nach seinem Schulabschluss sich in den Kreisen der Black Power zu bewegen. Er demonstriert, protestiert und engagiert sich in Organisationen, die für die Gleichstellung aller Menschen eintreten. Louis kämpft an der Seite von Martin Luther King Jr., Malcom X und schlussendlich wohl in einer der radikalsten Gruppen, den Black Panters. Dass die Stimmung zwischen seinem Vater, der sich immer in einer Art Rechtschaffenheit gegenüber den Weißen fühlt, eine Art Loyalität durch die „gute“ Behandlung angespannt ist, wird sehr schnell klar, doch jeder Streit hat irgendwann ein Ende und so kommt es zu einem unerwarteten Finale.

Der Butler – Fazit

Whitaker, Whinfrey, Oyelowo, die drei Hauptcharaktere des Films beeindrucken in jeder Hinsicht. Auch Terrence Howard, Cuba Gooding Jr. oder Kravitz ragen heraus. Schauspielerisch gibt es an diesem Film nichts auszusetzen. Auch die Untermalung bezüglich der Musik von Rodrigo Leão kann sich sehen lassen. Die 50er leben erneut auf, der Soul Train bildet den groovigen Sound der 70er und auch die Klassik zeigt sich in ihrer vollen Größe. Hier seien nur ein paar wenige wie Dean Martin, Diana Washington, Gladys Knight oder James Brown erwähnt.

Die gesamte Handlung des Films basiert auf einem Artikel aus der Washington Post von Will Haygood (Artikel), der ebenfalls sehr zu empfehlen ist, da er noch zusätzliche Infos zum Film liefert und der wahren Geschichte eines Mannes namens Eugene Allen. Lee Daniels ist mit Der Butler ein herausragender Film über die Veränderungen der amerikanischen Gegenwartsgeschichte gelungen, hierbei kann man nur anfügen „Ansehen ist Muss!“

Der Butler

Kinostart: 20. Dezember 2013
Genre: Biografie/ Historienfilm
Regisseur: Lee Daniels
Cast: Forest Whitaker, Oprah Winfrey, David Oyelowo
Land: USA
Dauer: 132 Minuten
Filmverleih: Filmladen
Für Fans von: Malcom X, Lincoln, Das Attentat

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