Home   /   Movies  /   Diana – Filmkritik

Diana – Filmkritik

Diana – Filmkritik

Diana,  von Oliver Hirschbiegel (Der Untergang, Five Minutes of Heaven), ist ein beeindruckender Film über die letzten Jahre der Prinzessin von Wales. Die leidenschaftliche Frau, die unter den Massen an Menschen untergeht, die durch die Medien gehetzt wird, ein einsames Leben führt und von niemandem akzeptiert wird und doch die Liebe von vielen Millionen Menschen geschenkt bekommt. Ein großartiger Film der am 10. Jänner 2014 in die österreichischen Kinos kommt.

Diana – Die Liebesgeschichte

Die Liebesgeschichte, die Oliver Hirschbiegel inszeniert, zwischen Lady Di (Naomi Watts) und Hasnat Khan (Naveen Andrews) geht tief. Sie erinnert an ein französisches Mixtape, dass Hasnat auf einer Landstraße findet. Eine tragische Liebe, die doch voller Hoffnung steckt. Eine Liebe, die tief in den Herzen verankert ist, mit der man aber zu kämpfen hat. Khan ist Chirurg und ein angesehener Mann in Krankenhaus, mit persischer Abstammung. Er ist ein einfacher Mann, der mit der Presse und mit der Öffentlichkeit sehr wenig zu tun hat. Er liebt es abgeschottet zu sein, sich in die Welt der Zeitlosigkeit zu flüchten, die er meist mit Jazz und seinen Operationen verbringt. Hasnat beeindruckt jedoch durch seine gewisse Ignoranz an Prominentenschlagzeilen, was ihn bei Diana gut ankommen lässt. Sie verliebt sich in einen Mann, der mit dem Klatsch und Tratsch der Presse nichts zu tun haben will und gerade das macht ihn so anziehend, da er wenig, bis gar nichts über Prinzessin Diana weiß. Er sieht die Frau hinter der Fassade und lässt sich nicht vom Scheinbild trügen.

Diana – Scheitern

Doch es kommt bekanntlich immer anderes, als man denkt und die Beziehung zwischen Diana und Hasnat wird publik. Auch die Einmischungen in das Leben von Khan, seitens Dianas, lassen ihn an der Beziehung zweifeln. Er versucht über all die Probleme hinwegzusehen, doch sich, sein Wesen aufzugeben für eine Frau, die er liebt, ist Hasnat nicht bereit. Diana verzweifelt und fällt immer tiefer in die schwarze Grube, die sie in ihren Träumen auftut. Die Presse verfolgt sie. Die Schlagzeilen erschüttern ihre Seele und die vielen Millionen draußen, die sie anbeten, können ihr keine Hilfe geben. Sie flüchtet sich erneut in eine Beziehung mit Dodi Fayed (Cas Anvar), die in Paris ein tragisches Ende nehmen wird.

Diana – Naomi Watts Verwandlung

Naomi Watts brilliert. Man könnte meinen, Diana sei erneut auferstanden und müsse erneut ihr Schicksal durchleben. Hirschbiegel, der unglaublich detailreich, das Ende Lady Di’s wiedergibt, hat mit Diana einen Film geschaffen, der ruhig, sensibel und gleichzeitig mitreißend ist. Emotional, mit lustigen Momenten, eines ersten Dates bis hin zu klassischen Bildern, der malerischen Umgebung Großbritanniens. Naveen Andrews, der Mann an der Seite von Watts lässt nichts offen. Er punktet in Sachen Geschicklichkeit im Umgang mit seiner Schauspielkollegin und schafft es neben Watts nicht unterzugehen. Cas Anvar bleibt im Hintergrund und schafft es auch nicht aus diesem heraus. Musikalisch braucht der Film nicht viel. Die wenigen Momente, in denen Musik eine Rolle spielt, präsentiert sich meist Diana am Klavier, die Johann Sebastian Bach spielt. Jazz und Klassik drängen in den Vordergrund und runden den Film an gewissen Stellen ab, da sie dezent und gerade dadurch passender Gestalt sind.

Diana – Fazit

Diana, der Film, ist eine wunderbare detailreiche Neuerzählung von Lady Di’s Biografie, der letzten Jahre, die ihren Untergang abbilden. Eine Frau mit drei Leben, die unglaublich stark nach außen wirkte und gleichzeitig mit einer selbstzerstörerischen Art auf die Klippen zuraste, die sie sich selbst auferlegte. Die Minen, die sie sich setzte, wurden ihr schlussendlich jedoch zum Verhängnis, aus denen es keinen Ausweg gab. Sie sprengte ihre Ketten, doch dabei auch sich selbst.

Diana

Kinostart: 10.01.2014
Genre: Biografie
Regisseur: Oliver Hirschbiegel
Cast: Naomi Watts, Naveen Andrews, Cas Anvar
Land: Großbritannien
Dauer: 113 Minuten
Filmverleih: Filmladen
Für Fans von: Die Queen, Diana – Die letzten 24 Stunden

Home   /   Movies  /   Diana – Filmkritik

Tags

Related Article