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Editors – Gasometer Wien

Editors – Gasometer Wien

Ihr neues Album The Weight Of Your Love ist seit Juni auf dem Markt. Daraufhin folgte eine Tour der Editors mit einem Stopp am 8. Oktober im Wiener Gasometer. Obwohl das Konzert nicht ausverkauft war, stand das Publikum bis in die letzten Reihen.

Kurz nach 21 Uhr wurde die Konzerthalle im Gasometer verdunkelt und die ersten paar Sekunden von The Weight führten das Publikum gleich auf eine falsche Fährte. Tatsächlich begannen die Editors mit dem Song Sugar von ihrem neuen Album. Die Band wurde hauptsächlich von hinten beleuchtet, wodurch anfangs rein die Silhouetten der fünf Briten erkenntlich waren. Sänger Tom Smith wusste aber ganz genau, wie er mit seinen Silhouettenposen das Publikum begeistert. Die Fans zeigten jedoch kaum eine Regung. Bis auf ein bisschen Rumgehopse in den ersten paar Reihen stand das vom Alter her bunt gemischte Publikum still. Dies sollte sich auch in der nächsten Stunde nicht ändern.

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Obwohl die Band technisch perfekt spielte und die Stimme von Tom Smith live noch beeindruckender als auf den Alben ist, zeigte das Publikum nach wie vor noch relativ wenig Begeisterung. Auch bei Superhits wie Smokers Outside The Hospital Doors, Eat Raw Meat = Blood Drool, You Don’t Know Love und A Ton Of Love – was eigentlich der ultimative Push sein sollte – wurde die Stimmung einfach nicht besser. Man bemerkte zwar, dass jeder die Musik genoss (logisch, sonst wären die Leute auch nicht dort gewesen), doch gezeigt wurde das nicht wirklich. Vielleicht waren sie auch nur so in Ekstase, denn dieses Konzert war wirklich grandios.

Die Setlist ließ wirklich keine Wünsche offen. Zwar war der Großteil an Nummern natürlich vom neuen Album, doch es wurden von all ihren Alben die ganz großen Songs, sowie auch eher rare Livesongs gespielt. So wurde zum Beispiel In This Light And On This Evening – der Opener vom gleichnamigen Album – zum Besten gegeben. Auch eine Akustikversion von The Phone Book (wobei die Version vom Album da eh nicht sehr viel anders ist) präsentierten die Briten.

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Und dann geschah es endlich: Das Publikum begann zu springen und zu feiern. Auch wenn dazu erst die Anstachelung von Gitarrist Elliott Williams nötig war, der sich bei The Racing Rats plötzlich in das Zentrum der Bühne stellte, während Tom Smith in die Tasten seines Klaviers hämmerte. Gerade als die Stimmung am Höhepunkt war, spielten die Editors auch ihre letzte Nummer Honesty. Daraufhin zog sich die Band kurz zurück, und da die Fans endlich zum Leben erwacht waren, dauerte es nicht lange, bis die fünf Musiker ihre Zugabe spielten.

Diese Zugabe begann mit dem eher langsameren Song Bricks And Mortar, eskalierte jedoch bei der sensationellen Live Version von Nothing. Warum sich die Editors dazu entschlossen haben, die langsame Streicherversion auf das Album zu geben ist einem nach der „Full Band“ Version einfach nur ein Rätsel. Jedes einzelne Bandmitglied ging ab, wie eine Rakete. Gänsehaut pur! Als Abschluss wurde die lange Version von Papillon zum Besten gegeben, woraufhin das Publikum endlich die Reaktion zeigte, die einem Auftritt wie diesem auch gebührt. Schade, dass es über eineinhalb Stunden gedauert hat, bis die Masse endlich auftaute. Aber man geht ja auch wegen der Band hin und nicht wegen der Fans, und dieser Auftritt war jeden Cent wert. Immer wieder ein Genuss!

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