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Ellende – Ellende

Ellende – Ellende

Ein Traum wird Wirklichkeit! Dies waren die ersten Gedanken die mir beim Hören des Debütalbums von Ellende (Facebook) durch den Kopf schossen. Nachdem bereits im Jahr 2012 die EP Rückzug in die Innerlichkeit einige Wellen im metallischen Untergrund schlug, musste als logische Konsequenz die erste Veröffentlichung anstehen. Vertrieben durch das Wiener Black-Metal Label Talheim Records, ist nun das prämiere Werk am Start.

Es sei erwähnt, dass Ellende das Schätzchen des Grazers Lukas Gosch ist. Der Multiinstrumentalist zeichnet sich für Vocals, Guitars, Acoustics, Bass, Piano, Drums, sowie Songwriting verantwortlich. Unterstützung bekommt er lediglich von Anne an der Violine. Das hier dargebotene Musikgut lässt die Herzen von Freunden tief melancholischer/depressiver Klänge höher schlagen. In 43:02 Minuten wird der geneigte Hörer auf eine wunderbare Reise, imaginärer Herbstlandschaften genommen. Sechs epische Kompositionen – vorgetragen in deutscher „Sprachkunst“ – liefern die lyrische Untermalung dazu. Sofort pfeift der laue Wind die Namen Austere, Alcest, Lantlôs, aber auch Woods of Desolation durchs Gebälk.

Cover zum Album "Ellende"

Ellende muss man als Konzeptalbum sehen. Tief melodiöse Ambient-Abschnitte, gehen über in ein Meer aus harscher Raserei. Hypnotische Doompassagen steigern sich zu schwarzmetallischen Eruptionen, um letztendlich im finalen Rauschen davongetragen zu werden. Der kreischend-schreiende „Gesang“ von Lukas trägt sein Übriges dazu bei. Sämtliche Instrumente sind im passenden Moment platziert und in der richtigen Lautstärke akzentuiert. Die perfekte Symbiose aus Ambient / Shoegaze und (rasenden) Post-Black Metal wird geboten (frühe Dornenreich meets Lantlôs meets Licht Erlischt… sozusagen)!

Da soll noch einer sagen, die Österreichische Metalszene sei Tod! Im Untergrund tobt es jedoch. Ja klar, in Szenekreisen wird sicher der eine oder andere behaupten: „Hab ich schon früher von anderen Bands gehört“. Sei’s drum. Denn was Ellende auf ihrem Debütalbum abliefern, ist schlichtweg traumwandlerisch. Selten wurde auf einem Erstlingswerk, ein dermaßen hochklassiges / leichtfüßiges Spielen mit den Emotionen des Hörers gezeigt. Sanfte liebliche Passagen, zerbersten an harschen Ausbrüchen und lassen einen in luftige Höhen hinweg treiben. Lethargische Rinnsale, rauschende Wälder, rollende Gesteine, … Ellende legen den Brainfuck des laufenden Herbstes dar! Also Leute, bereitet schon mal den Rotwein für die langen, kühlen Nächte vor!

Ellende kann man über Bandcamp kaufen.

Ellende – Ellende

Für Fans von: Austere, Empyrium, A Forest Of Stars
Talheim Records
VÖ: 25.10.2013

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