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Erik Cohen – Kapitän

Erik Cohen – Kapitän

Jack Letten war einst sein Name und er war Lead-Sänger der Kieler Band Smoke Blow. Diese liebte es hart und siedelte sich stilmäßig irgendwo zwischen Rolling Stones und The Cure an. Seit dem Jahr 2011 hört man aber kaum mehr etwas von ihnen, da haben aber die einzelnen Bandmitglieder mehr Zeit für eigene Projekte. So kam es wohl auch, dass Jack Letten sich an etwas Neues wagte und unter dem Namen Erik Cohen (Facebook), Anfang des Jahres einfach mal ohne Vorwarnung eine erste Single auf Youtube veröffentlichte.

Hitrock nennt Erik Cohen seinen neuen Stil. Mit deutschem Text und vielen Pop-ähnlichen Geräuschen ausgestattet will er mit seiner Single-Auskopplung Chrom, aus dem ersten Solo-Album Kapitän, die Massen in Bewegung versetzen.

Der Song ist auf der EP sogar zwei Mal enthalten, einmal in einer rockigen Version, die sich in das Schema der anderen Songs einfügt und einmal etwas poppiger. Die Synth-Sounds zu Beginn des Letzteren erinnern etwas an ein altes Super Mario Spiel. Gemischt mit stetigem Beat, Keyboard-Flächen und summenden Gitarre-Elementen bringt das den größten Bewegungsmuffel zum Kopfnicken. Man gibt sich sogleich dem Flow des Songs hin, lässt sich von ihm davontragen.

Erik Cohen Kapitän Cover

Erik CohenKapitän

Doch bald verfährt sich der Hörer leider auf einer Autobahn aus Geräuschen, während ihm ein Fahrtwind aus surrenden, etwas unvorteilhaft abgemischten Rock- und Pop-Klänge um die Ohren weht. Zum Glück erzählt der Text von Aufbruchsstimmung und Fernweh mit einigen Road Trip-Metaphern. Somit trägt Chrom nicht nur den Hit-Faktor, sondern auch etwas Kopfweh-Potential in sich.

Stimmlich angesetzt bei der Coolness von Falco und der Dringlichkeit von Graf Krolok, dem Vampir aus dem Tanz der Vampire Musical, versetzt Eric Cohen den Hörer mit Kapitän in eine starke Rock-Trance.

Fazit: Ganz neue Saiten zieht Jack Letten, alias Erik Cohen, in seinem Debüt-Album Kapitän auf. Er versetzt Rock mit Pop-Elementen und kreiert Texte in deutscher Sprache. Der Song Chrom lädt zum Mitwippen ein und bereitet einer Pop-affineren Zielgruppe, mit seiner düsteren Art, viel Freude. Dass die Geräuschkulisse allerdings sehr voll ist, macht das Fokussieren auf einzelne Elemente sehr schwer und kann auf Dauer recht anstrengend werden.

Erik Cohen – Kapitän

Für Fans von: Der W
RYL NKR Recordings
VÖ: 21.06.2013

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