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Everlast – WUK Wien

Everlast – WUK Wien

Dawa (Homepage) aus Wien stehen auf der Bühne im ausverkauften WUK und noch bevor der erste Ton durch die Halle schallt, sieht man fragende Gesichter. Der Name ist noch im Untergrund zu finden, wird aber nach so einer Show bestimmt in Erinnerung bleiben. Denn wer lieber draußen Bier trinkt, als mit dem Beat zu wippen und sich vor Stimmen, die aus einer Countrybar kommen könnten, drückt, hat definitiv auch was versäumt. Eine junge Band, die noch auf größeren Bühnen spielen wird. Prost!

Dawa als Vorband für Everlast im Wiener WUK

(c) Daniel Kubera

“The white boy is back! And you know that he never smokes crack!“ schallt durch die Lautsprecher und leitet den Abend für eine Crossoverlegende ein!  Mister Eric Francis Schrody aka Everlast aka Old Goospumps Voice (Anm. der Redaktion: Name erfunden aber passt einfach!) kann das Touren nicht lassen. Bei seiner neuen Scheibe The Life Acoustic (2013) wurde, bis auf ein paar Keyboardsounds, titelbezeichnend einfach der Stecker gezogen und neue Textzeilen mit Funk, Soul, Country und Jazz musikalisiert oder auch alte Tanz-mich-weg-Nummern wie der House of Pain Klassiker Jump Around gedrosselt aber stimmungsvoll eingespielt.

Everlast live im Wiener WUK 2013

(c) Daniel Kubera

Nur weil der Mann nicht mehr aussieht wie auf seinem ersten Soloalbum, heißt nicht, dass Frauen- sowie Männerherzen bei den Shows langsamer schlagen!

Watch Me Shine!

(Today (Watch Me Shine)

Musiker sind meist von der Zeit verschont. Es steckt ein Bild im Kopf und an dem wird nicht gerüttelt. Aber auch Musiker haben kein Elixier gegen das Alter. So ist Everlast (Homepage) vom jungen Herzensbrecher zum grau melierten Mann mutiert, der sich auf Herzenswärme spezialisiert hat. Die Stimme ist ein gut geöltes Getriebe, das nur so durch die Halle schnurrt.

Everlast live im Wiener WUK 2013

(c) Daniel Kubera

Was für ein Sound. Aus irgendeinem Grund will ich sofort nach Hause laufen, mir ein Glas Whiskey einschenken und ein Lagerfeuer machen, egal wo in meiner Wohnung! Hauptsache in die Flammen sehen und das Glas schwenken. Oder am Boden liegend, den Kopf in den Händen abgestützt und mit riesigen Augen sehen wie Everlast sein Glas schwenkt und Geschichten erzählt!

Bei Kalibern wie White Trash Beautiful, What It’s Like, Black Jesus, Stone In My Hand oder der Coverversion von Johnny Cash’s Folsom Prison Blues wird geklatsch, getanzt und gegrölt, als gäbe es keinen Morgen. Behandelt man Mister Schrody aber wie eine Jukebox und wirft ihm Wunschtitel vor die Füße kommt ein Souveränes:

We don’t feed the bears, so don’t ask for meat- otherwise the bear eats you!

In einem 90 minütigem Fast- Akustikset und ein paar Draufgaben trotzt der 44 jährige Ire der Zeit und spielt ein Set, dass eine Blumenspur im Blutkreislauf hinterlässt.

Everlast ist groß und wenn er nicht an einer Überportion Coolness, die ihm allerdings auch zusteht, stirbt, dann bleibt er das auch. Man hebe den Everlast-Kelch zum Gruße!

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Verena Oberhofer
‎~ pour moi, l'habitude est juste synonime de mort. ~
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