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Everything Everything – Arc

Everything Everything – Arc

Vier junge Burschen aus dem Südosten Englands schwingen das Tanzbein zu basslastiger Indiemusik mit sphärischen Klängen. Everything Everything nennen sie sich, die bereits 2008 ihre erste Single beim nicht unbekannten Label Geffen Records veröffentlicht haben. Auch nicht unwesentlich: Sie haben Muse bei deren Stopp in Wien supportet.

Im Jänner 2013 veröffentlichen Everything Everything (Homepage) ihr zweites Album „Arc“. Und sie verstehen ihr Handwerk: schnelle Beatwechsel, kurze Chöre, fetzige Synthies. Wer auf frischen Indie steht, wird die Vier lieben. Was aber wirklich schön ist: Everything Everything wissen wirklich, was sie tun! Kennengelernt haben sie sich nämlich anno dazumal an einer britischen Uni beim Musikwissenschafts-Studium. Und das, ganz ehrlich, hört man auch!

Der Anspieltipp schlechthin ist „Cough Cough“, Up-Tempo, sehr beatlastig, kurzzeitig mal eine melodische Ballade. Fans von The Temper Trap, Foals oder Kele werden nicht nur an den Rhythmen und dem Sound ihren Gefallen finden, sondern wohl vor allem an der Stimme von Leadsänger Jonathan Higgs: er findet die perfekten Tiefen und ganz speziell Höhen für seine Songs. Nummern wie „Undrowned“ bringen Jonathans wunderschöne, ruhige Stimme zum Vorschein, untermauert von tiefem Gesang seiner drei Kumpanen.

Everything Everything - Arc

Everything Everything verstehen es, einen Spannungsbogen aufzubauen. Kein Song ähnelt dem anderen, keiner fängt so an, wie er auch endet. Beginnt „Armourland“ (unbedingt hineinhören!) mit einem getarnten 80er-Hiphop-Rhythmus, so findet man im Refrain stattdessen einen still und perfekt eingesetzten Vocoder und Synthies. Von allem ist ein bisschen dran.

Fest steht: Everything Everything sind keine 0815-Indietruppe, die wie so viele versuchen, sich ihren Weg durch die internationale Musiklandschaft zu bahnen. Reinhören lohnt sich – mindestens dafür, dass man beim Tanzen Samstagnachts mitsingen und sagen kann: „Ja, das sind Everything Everything!“

 

„Arc“ in aller Kürze

Everything Everything
„Arc“
Für Fans von: The Temper Trap, Kele, Bloc Party
VÖ: 25.01.2013
Deluxe Edition gesehen um €16,99

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Anna Obermeier

„Dance Like Nobody Is Watching.“

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