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Fly Ash Return – Never Stop Breathing

Fly Ash Return – Never Stop Breathing

Fly Ash Return wurde im Jahr 1 v. Chr. Gegründet…die Musik war so geil, dass Jesus ein Jahr später erwachte.“ Kaum zu glauben, aber das ist der einzige Satz, den die Band als Bio angibt. Ob das nun cool, witzig oder irgendetwas anderes sein soll, überlässt man lieber anderen zu bewerten. Nun gut, um aber an dieser merkwürdigen Äußerung anzuschließen, fragt man sich dann, sofern man diesen Klamauk-Gedanken weiterführt, warum wohl Jesus dann erst ein Jahr später auf die Welt kam? Warum nicht neun Monate später? Oder gar im selben Monat? Oder warum überhaupt „erwachen“?

Die Antwort könnte womöglich sein, dass zu Beginn, also laut Band dem Beginn der Zeitrechnung auch, wohl ein wenig Skepsis dieser Musik entgegengebracht wurde bzw. wird. Die Musik von Fly Ash Return (Homepage) wirkt oft nämlich genauso unüberlegt und kurzsichtig wie ihre Bandbiographie. Denn ohne viel Geschwafel muss gesagt werden: Fly Ash Return  bietet keinesfalls Überraschungen, Neues oder gar in irgendeiner Weise Innovatives. Vielleicht war das im Jahre Null vielleicht doch noch anders, aber mehr als 2000 Jahre später wirken Songs wie auf „Never Stop Breathing“ fade.

Fly Ash Return - Never Stop Breathing EP, erschienen am 02.11.2012

Natürlich, die Band versteht ihr Handwerk, das merkt man sofort. Aggressiver Gesang, treibende Drums und Hardrock-Gitarren die ohne Ende Stakkatoriffs und Metalsolis abfeuern sind ein bewährtes Rezept. Und wer auf diese Art von Musik steht, der wird auch an den sechs Tracks auf „Never Stop Breathing“ gefallen finden. Wirklich gut, professionell und absolut rund ist aber nur der Song „Paradise“. Ein verzwackter Drumbeat peitscht durch die Verse, ein mutiges erstes Solo der etwas anderen Art erweckt noch mehr Aufmerksamkeit, ein Zweites tropft nur so vor Coolness und schließlich zeichnet ein Refrain, der dank Rhythmuswechsel sofort hängen bleibt, diesen Song erst richtig aus. Schade nur dass beim Track danach, welcher den peinlichen Titel „Hey Hoe“ trägt, sich in einem ähnlichen Refrain versucht wird. Unüberlegt und schlecht durchdacht eben.

Den Rest, so ehrlich muss man letztendlich sein, hat es unzählige Male schon gegeben und/oder haben Bands wie Pantera besser, innovativer zustande gebracht gehabt. Auch wenn das eine andere Kragenweite ist, aber gerade deshalb sollte man das als Maßstab nehmen.

 

Never Stop Breathing in aller Kürze

Fly Ash Return
„Never Stop Breathing“-EP
Für Fans von: Pantera, Final Prayer
VÖ: 02.11.2012

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Bernd Eger

Arbeitet auch als Redakteur bei Fussballerleben.at

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