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Heinz aus Wien im Interview

Heinz aus Wien im Interview

Im Zuge ihres neuen Live-Projekts „Heinz am Rio Grande“ am 18.02.2013 im Stadtsaal hatten wir die Möglichkeit, Sänger Michi Gaissmaier in einem Interview dazu zu befragen, was einen da erwarten wird! Alles dazu und über neue Pläne der Band lest ihr hier!

Am 18. Februar seid ihr ja im Wiener Stadtsaal. Der Titel des Abends lautet „Heinz aus Wien am Rio Grande“ und wird beschrieben als „Surf-Tex-Mex-Reise durch die Welt von Heinz“ mit zahlreichen prominenten Gästen. Was kann man sich darunter genau vorstellen?

Michi Gaissmaier: Das ist eine gute und auch für uns noch bedeutende Frage. Vor allem unser Bassist mag diese Surf-Tex-Mex-Welt. Und weil wir uns überlegt haben, mal was anderes als „nur“ ein Heinz-Rockkonzert zu spielen, kamen wir auf die Idee, das Ganze in dieser Ecke anzusiedeln und unsere Nummern entsprechend zu adaptieren. Wir haben es geprobt und es funktioniert, doch was uns da ganz genau erwartet, wissen wir selbst noch nicht so genau.

Bleibt das dann eine einmalige Sache oder könnt ihr euch vorstellen sowas öfter zu machen?

Mal schauen. Wir müssen die Songs ja größtenteils umarrangieren, um die Nummern von Heinz (Homepage) auch mal von einer anderen Seite zu zeigen. Und wenn man das einmal komplett gemacht hat, dann müsst man das halt öfter performen. Aber generell ist die Idee, es nicht als einfaches Konzert zu sehen. Es gibt abseits der Musik auch eine Geschichte, man muss es mehr wie ein Stück sehen.

Im letzten enemy-Interview meinte die Band, in Zukunft auch wieder öfters touren zu wollen. Gibt es schon Pläne für 2013?

Wir wissen, dass wir ja leider nicht allzu fleißig sind, was Live-Auftritte betrifft. Aber das letzte halbe Jahr war bei uns allen sehr arbeitsintensiv abseits der Band. Deswegen ist das Ganze auch ein wenig zu kurz gekommen. Jetzt konzentrieren wir uns einmal auf das, was uns am 18. Februar im Stadtsaal erwartet. Danach wäre dann auch eine neue Platte geplant.

Wie kommt man auf Texte wie bei „Oops Britney“ von eurem letzten Album?

Wenn man sich’s durchliest und es mit dem Britney Spears Lied „Ops I did it again“ vergleicht, wird man vielleicht draufkommen. Die Grundidee war eine Art Coversong vom Text zu machen. Aus irgendeinem Grund hing mir das Lied im Ohr und ich hab es auf einen Heinz-Text umgeschrieben.

Im ersten Moment musste ich da an die etwas ironische Coverversion des Lieds „Hit me baby one more time“ von Travis denken.

Ja aber wir wollte keine reine Coverversion machen. Es war zuerst die Musik fertig und irgendwann hing dann eben dieses „Oops i did it again“ in meinem Kopf fest. Und so hat sich das dann zusammengefügt.

Abgesehen von dem spezifischen Fall, welche Musiker bzw. Bands haben Heinz stark beeinflusst?

Gibt’s reichlich, querbeet durch die Bank. Ein gemeinsamer Nenner in unseren Anfangstagen war bei uns sicher Weezer. Sonst gibt es aber noch viele. Ich persönlich höre viele Arten von Musik.

HeinzausWien_Interview_24.01.2013

Ich frage deshalb weil im ersten Moment euer The Cure-Cover „In Between Days“ eher nicht so passend schien. Wenn man sich es aber anhört, ist es dann gar nicht so weit hergeholt.

In der Musiktheorie könnte man ja eigentlich alles auf Mozart und noch früher herunterbrechen . Insofern ist es dann letztendlich eine Frage der Umsetzung. „In Between Days“ wurde ausgewählt, weil unser Bassist ein großer Cure-Fan ist und er diese Nummer vorgeschlagen hat.

Vor eurem aktuellen Album lag eine Zeit von fünf Jahren ohne Longplayer. Ganz untätig seid ihr da aber nicht gewesen. Ihr hattet einen Song mit Heinz Fischer gemacht („Es ist an der Zeit“), einen mit Toni Polster für die Austria („Es geht um Fußball“)…

…genau, und davor auch einen Song für das EM Projekt von David Schalko („Wunder von Wien“). Wir haben nie nichts gemacht, sondern auch einige Einzelprojekte. Das war auch mit Heinz Fischer so. Der Grund war einfach – er heißt Heinz, wir heißen Heinz – darüber hinaus ist er eine Person, mit der wir uns gerne auf ein „Packerl hauen“. Ohne uns parteipolitisch positionieren zu wollen, war das eine tolle Sache mit dem Bundespräsidenten. Nicht viele kommen in den Genuss so etwas zu machen – wenn man nicht gerade Carla Bruni heißt oder so.

Auf „Radiogerät“ spielte Clemens Haipl Flöte. Auf „Wir sind immer noch“ sang Hansi Lang mit. Auf „Mein ganzes Herz“ spielte Gerald Votava im Video mit. Und bei der letzten Single „Du bist der Grund“ waren Stipsits und Rubey im Video zu sehen. Hab ihr da vielleicht vorher schon im Hinterkopf, bei welchen  Singles oder Stücken ihr Freunde dazuholt?

Das passiert wenn’s passt. Bei „Du bist der Grund“ hat ein Freund von uns, der das Video gedreht hat, von dieser Superzeitlupenkamera geschwärmt . Und wenn man in Zeitlupe dreht, braucht man gute Schauspieler die mit Mimik und Gestik, das Ganze überzeugend spielen könne. Da kam von mir die Idee, das mit Stipsi und Manuel zu machen. Hansi Lang fanden wir alle immer schon ziemlich cool. Und als wir ihn kennenlernten und fragten, hat er gleich gesagt, dass er macht mit. Clemens ist ja auch seit Ewigkeiten ein Freund von uns. Solche Dinge entstehen von alleine, wir suchen da nicht vorsätzlich nach jemanden.

Wie man sieht, an Kontakten zu Österreichs Kultur- und Künstlerszene mangelt es ja keineswegs. Strebt ihr da jetzt dann eben auch vermehrt neue künstlerische Wege an, so wie demnächst bei „Heinz am Rio Grande“?

Mal sehen. Jetzt steht mal dieser Abend an. Und ob sich das dann eventuell auch auf dem Album in einer eigenen Nummer manifestiert, ist nicht ausgeschlossen.

Wird es zu „Heinz am Rio Grande“ auch ein Live-Album geben?

Das ist eine gute Frage, das wissen wir noch nicht. Wie gesagt, wir müssen zuerst einmal schauen, wie das Ganze klingt wenn’s fertig ist. Wir sind selber schon gespannt. Wenn es gut wird, kann’s schon sein, dass wir eine Platte daraus machen. Aber who knows…

Danke für das Interview!

 

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Bernd Eger

Arbeitet auch als Redakteur bei Fussballerleben.at

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