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Helldorado – Bones in the Closet

Helldorado – Bones in the Closet

Das neue Album Bones in the Closet von Helldorado reißt einen mit rockiger Härte aus den mexikanischen Cowboy-Träumen. Das klingt erst mal seltsam und ist es genau genommen auch, denn Helldorado kreieren in ihrem neuen Album ein glaubwürdiges Wild West-Feeling, das von alternativen Rock-Elementen passend ergänzt wird. Und wenn sich der Hörer eingehört hat und in Sicherheit mit dieser ungewöhnlichen Mischung wägt, ziehen sie die harten Geschütze auf, strecken einen mit originellen Arrangements nieder und hauen mit einem Mexiko-Prügel noch einmal drauf, wenn man schon am Boden liegt. Spätestens hier müssen die Zuhörer feststellen: Wir sind alles Masochisten, und wollen mehr davon.

Helldorado erarbeiteten mit Bones in the Closet die langersehnte Flucht aus dem monotonen Alternativ-Rock Alltags-Trott und versetzen einen vom ersten Ton an in eine gefährliche Fantasiewelt, die einer modernen Version von „Desperado“ oder irgendeinem Tarantino Film gleicht.

Die Norweger Hans Wassvik (Bass), Morten Jackman (Percussion-Instrumente und Schlagzeug) und Dag Sindre Vagle (so ziemlich alles andere) bilden den Kern der Band. Bones in the Closet ist das fünfte Album der Jungs und reist zurück in der Zeit. Sie verbinden Blues, Country, Mexico, Western, Rock, viel Coolness und eine Idee von verschwitzten Kriminellen, umhüllt vom Duft von Alkohol und Leder, unerbitterliche Hitze und den Hauch eines Lebens als Ausgestoßene.

CD Cover Bones In The Closet von Helldorado

Dag S. Vagles metallische, klare Stimme verleiht jeder Storyline eine Dringlichkeit, die einem in Aufbruchsstimmung versetzt. Die Texte handeln von Sünde, Sex, und Tod.

I got blood on my hands, and blood on my collar, shot people down in the name of a dollar

Besonders mitreißend ist der Song John McMiller. Er erzählt die Geschichte eines Auftrags-Killers, der in Ruhestand treten will. Vagles Interpretation von Wassviks Text über den Kriminellen ist zum Niederknien und die Lyrics können dem Zuhörer schon das ein oder andere Schmunzeln entlocken.

The time has come to quit this laugh, gonna lay down my gun, lay down my life.

Die 12 Tracks auf dem Album variieren vom Stil und Arrangement immer etwas, sodass es niemals langweilig wird Helldorado (Homepage) zuzuhören. Doch das Feeling der coolen Außenseiter legen sie niemals ab. Für einen kleinen Vorgeschmack sorgt die erste Single-Auskopplung der Band Bones in the Closet, die zwar im Vergleich mit dem Rest des Albums relativ leichte Kost ist, aber ebenfalls gut durchdachtes Stück Musik.

Fazit: Helldorados Bones in the Closet ist ein absolut empfehlenswertes Mischwerk aus kreativem Alternative-Rock mit Mariachi-Western im Kopfkino. Für alle, die es anders mögen.

Helldorado – Bones in the Closet

Für Fans von: Tito & Tarantula
Ccap (Cargo Records)
VÖ: 31.05.2013
Gesehen um €14,99

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