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High South – Bandpräsentation in Wien

High South – Bandpräsentation in Wien

Wenn in der heutigen Zeit eine Band noch vor der Veröffentlichung eines einzigen Songs – geschweige denn, Albums – bei einem Label wie Universal Music unterkommt, muss eine Menge Vertrauen hinter dem Projekt stehen. Dies ist bei der amerikanischen Rockband High South (Facebook) ganz sicher der Fall. Eine weitere Kuriosität ist, dass die Gruppe aus den USA, die auch noch viel Wert auf ihren „Westcoast Sound“ legt, zuerst in Europa unter Vertrag genommen wurde. Auch für die Aufnahme ihres Debüt-Albums entschieden sich High South gegen die Studios zu Hause in Nashville und nahmen in London auf – ähnlich wie ihre erklärten Vorbilder Eagles. Abgerundet wird der ungewöhnliche Bogen dadurch, dass die meisten Songs des Albums im kleinen Ort Mils geschrieben wurden – und wo liegt der? Richtig, in Tirol!

Wie kam es also dazu? Ein Grund für das große Vertrauen, dass in High South gesteckt wird, ist die Erfahrung jedes Band-Mitglieds. Jamie Garner (Dallas), Initiator der Band, stand nach seinem Durchbruch im Casting-Format Nashville Star viele Jahre als Frontman für das Trans Siberian Orchester auf der Bühne und darf für eine Kollaboration mit Buddy Jewell eine goldene Schallplatte sein Eigen nennen. Marc Copely (N.Y.C.) tourte schon mit Eagles, Bon Jovi und Billy Squier. Kevin Campos (L.A.) ist mit 25 Jahren mit Abstand das Küken der Band, dennoch blickt er auf Tournee-Erfahrung mit Enrique Iglesias zurück. Dillon Dixon (Nashville) vervollständigt das Quartett, Songs des Berklee-Absolventen sind unter anderem im Horror-Klassiker Scream zu hören.

High South im Wiener Haas-Haus

High South im Wiener Haas-Haus

Am Tag vor dem Österreich-Releasedatum ihrer CD Now gaben High South die Chance, uns ein Bild von dieser außergewöhnlichen Zusammenstellung zu machen. Im obersten Stock des Haas-Haus in Wien spielte die Band ein kleines Akustik-Set, bestehend aus fünf Songs. Wie klingt nun also der angepriesene „Westcoast Sound“?

(c) vienna.at

Obwohl, wie vorher beschrieben, die Albumproduktion nicht viel von ihrem Heimatland gesehen hat, klingen High South durch und durch Amerikanisch. Das Songwriting erinnert beispielsweise an Bruce Springsteen und andere Größen aus den 60er- und 70er Jahren, ohne jedoch den Anschluss an moderne Pop/Rock-Produktionen zu verlieren. Ein wichtiges Merkmal der Band ist, dass jeder der vier Protagonisten Lead-Vocals singt oder zumindest dazu in der Lage ist. Ihr gesangliches Potenzial nützen High South für tragende Chor-Arrangements in beinah allen Songs.

Jamie Garner / High South

Jamie Garner / High South

In ihrem kurzen Set gab die Gruppe nicht nur ihre erste Single Now zum Besten, sondern jeweils einen weiteren Song für jeden Lead-Sänger. Die Lieder waren zwar von der Ballade zum Blues-Breaker hin keinesfalls eintönig, dass sehr viel Wert auf Massentauglichkeit gelegt wird, war jedoch nicht zu überhören. Sieht man High South beim Spielen zu, stellt man sie sich ohne Umschweifen im Kontext eines Stadionkonzertes vor. Man darf gespannt sein, ob die vier Amerikaner eines Tages diesen Status erreichen werden!

Ihr Debüt-Album Now erscheint in Österreich am 12.07.2013, außerdem werden High South am 13.07.2013 bei der Starnacht am Wörthersee (Homepage) auftreten.

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