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Hurts im Interview

Hurts im Interview

Vor ihrem Konzert im Wiener Gasometer trafen wir Adam Anderson und Theo Hutchcraft alias Hurts zum Plausch. Was ihre Haarschnitte über sie verraten und was sie von Last Christmas von Wham! halten, haben sie uns dabei unter anderem verraten.

Hallo ihr Lieben! Geht’s euch gut?
Theo: Ja natürlich, fantastisch!
Adam: Aufgeregt!

Seit eurem Durchbruch wart ihr eigentlich immer auf Tour oder im Studio neue Musik aufnehmen. Was macht ihr zur Entspannung, wenn ihr mal frei habt?
Adam: Oh, die Zeiten sind beängstigend!
Theo: Das sind sie wirklich! Wir mögen das eigentlich nicht. Es ist schön, wenn man etwas zu tun hat. Außer man ist irgendwo im Urlaub, wo es heiß ist. Aber wir haben schon Freizeit, das hier fühlt sich ja nicht an wie Arbeit. Wenn wir mal einen Tag frei haben ist das schon okay, aber zwei Tage ohne etwas zu tun – da dreht man durch!
Adam: Zum Glück ist immer etwas Neues am Horizont zu sehen. Wir sind jetzt auf Tour und spielen fast jeden Tag eine Show und die nächsten zehn Jahre werden hoffentlich so weiter gehen.

Ihr beide scheint perfektionistisch zu sein, was eure Musik angeht. Ist das nur mit der Musik so oder seid ihr allgemein Perfektionisten?
Theo: Wenn man sich unsere Haarschnitte anschaut, sind wir das schätze ich. (grinst) Der Grund, warum unsere Musik so ist, wie sie ist, ist, weil wir so sind. Es ist gut zu versuchen, das Bestmögliche aus allem rauszuholen! Wir nehmen Musik sehr ernst und sie ist uns auch sehr wichtig. Also bemühen wir uns, denke ich, es so gut zu machen, wie es nur geht.
Adam: Ich bin aber eine wirklich desorganisierte Person, total unordentlich. Du willst mein Hotelzimmer nicht sehen, es ist abscheulich!

Der Release von Exile liegt schon ein paar Monate zurück. Gibt es mittlerweile etwas, das ihr an der Platte ändern würdet, oder seid ihr immer noch zufrieden?
Theo: Weißt du, mit Alben ist das so: In dem Moment, in dem du sie fertigstellst, musst du zufrieden sein! Du musst das Gefühl haben du hast dein Bestes gegeben und sie sind so gut, wie sie nur sein können. Wenn du vor der Veröffentlichung in Panik gerätst, wirst du diese Panik immer haben. Ich denke, beide Alben sind einfach das, was sie sind.
Adam: Sie sind Momentaufnahmen! Exile war genau so, wie wir uns zu diesem Zeitpunkt in unseren Leben gefühlt haben. Jetzt fühlen wir uns nicht mehr so, wir haben uns verändert und das nächste Album wird das widerspiegeln. Happiness ist sehr traurig, weil wir traurig waren und ich finde es ist gut Musik mit so einer Ehrlichkeit zu machen. Wenn deine Fans dich ansehen und deine Musik hören, dann wissen sie, dass das echt ist. Genau das versuchen wir.

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Wie stellt ihr euch einen typischen Hurts-Hörer vor?
Adam: Das ist knifflig! Wir waren gerade ein paar Tage in Deutschland auf Tour und man glaubt die Vielfalt gar nicht. Man sieht junge Mädchen, die überwiegen offensichtlich, aber dann sind dort auch Leute, mit denen man nie gerechnet hätte. In England ist das besonders extrem, da weiß man nie, was man bekommt. Aber der typische Fan ist wahrscheinlich ein 17/18-jähriges Mädel.
Theo: Wie Adam sagt, es ist echt schwierig. Die Menschen nehmen sich unterschiedliche Dinge von deiner Musik zu Herzen. Man lernt also viel über das, was man gemacht hat durch die Leute, die kommen und zuschauen. Wenn man Musik macht, glaubt man erst, jeder wird so sein und aussehen wie man selbst, das gleiche Alter und alles. Aber es ist das genaue Gegenteil! Es ist ziemlich selten, dass jemand so ist wie wir.

Was muss eine Band haben, um eure Supportband sein zu dürfen?
Adam: Wenig Equipment! (grinst)
Theo: Wir haben Glück, dass wir die Chance haben mit Bands zu touren, die wir selber gerne hören, wie Glasvegas oder Saint Lu Lu. Es ist schön vor dem Auftritt eine gute Band zu haben, der man zuhören kann!
Adam: Wir waren selbst ja jahrelang eine Supportband, alles, was wir gemacht haben war, Bands zu supporten. Es ist schön, anderen Musikern jetzt diese Gelegenheit geben zu können. Glasvegas zum Beispiel sind eigentlich viel zu gut, um unsere Supportband zu sein! Es ist eine coole Situation, sich aussuchen zu können wen man will, das macht Spaß.

Theo, Anfang des Jahres hast du in einem Interview gesagt, du willst dieses Jahr Russisch lernen. Hast du das geschafft?
Theo: Nein, es ist verdammt schwer! Deutsch ist schon schwierig genug! Ich muss erst mein Deutsch aufpolieren, bevor ich mit Russisch anfangen kann.
Adam: Dein Deutsch ist gut!
Theo: Ne!

Adam, hast du denn mittlerweile ein paar deutsche Worte gelernt, seit ihr das Ohne Dich Cover gemacht habt?
Adam: (auf deutsch) Nein.
Theo: Na ja, du hast Ohne dich gelernt!
Adam: Und ich kann bis drei zählen, das ist alles, was man braucht! (grinst)

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Ihr wart schon ein paar Mal in Wien. Hattet ihr da auch mal Zeit, die Stadt anzuschauen?
Theo: Ich hab viel gesehen, ich war hier schon Mal auf Urlaub! Es ist ein wunderschöner Ort. Ich war oft im Leopold Museum wegen der Gemälde von Egon Schiele. Er ist mein absoluter Lieblingskünstler! Dann war ich auch im Schloss Belvedere und überall. Es ist eine schöne Stadt, ich mag sie sehr!

Die ersten Weihnachtsmärkte sind jetzt schon eröffnet. Was ist euer liebstes Weihnachtslied?
Theo: Super Frage! Mein liebster Weihnachtssong ist Fairytale Of New York…oder Baby Please Come Home, das ist einer der besten! Es gibt zu viele gute! War Is Over ist fantastisch, das von The Ramones Merry Chritmas I Don’t Want To Fight Tonight ist toll. Genauso unser Eigener, das ist ein Klassiker!
Adam: Der ist großartig! Eines Tages wird er Nummer eins sein!
Theo: Ich hoffe es. Es macht viel Spaß, ein Weihnachtslied zu schreiben…

Würdet ihr also wieder ein Weihnachtslied schreiben? Oder ein ganzes Weihnachtsalbum?
Adam: Ja!
Theo: Den Weihnachtssong zu schreiben, das war eines der lustigsten Erlebnisse, die wir hatten. Auf den Song sind wir wirklich sehr sehr stolz. Das ist einer der Besten, die wir je geschrieben haben! Es macht Spaß! Füg einem Track ein paar Glocken und Schellenringe hinzu und es klingt automatisch nach Weihnachten! Das ist eine schöne Tradition bei Weihnachtsliedern, deswegen lieben wir sie so. Wenn man es richtig macht, werden sie mit dem Alter besser. Mit jedem Jahr das vorbeigeht heftet man mehr Erinnerungen daran und sie werden immer stärker und schöner. Unseres wird jetzt auch viel mehr gespielt als vor drei Jahren, als wir es veröffentlichten.

Und was haltet ihr von Last Christmas von Wham!? Den hasst man ja entweder oder man liebt ihn.
Theo: Der ist klasse, aber auch bedrückend! Die meisten populären Weihnachtslieder sind eigentlich immer fröhlich und positiv, Last Christmas aber nicht. Das ist der Einzige, der sehr betrübt ist. Ich mein, der ist furchtbar traurig!
Adam: Wenn man George Michaels Gesicht sieht, fühlt man sich aber nicht traurig. Das ist der Trick! (grinst)
Theo: Kennt ihr die Geschichte hinter dem Lied? Das war in George Michaels Elternhaus. Andrew Ridgeley sah sich im Fernsehen Fußball an, George Michael hatte aber keine Lust dazu! Also ging er rauf in sein Zimmer und schrieb Last Christmas. Es ist also genau genommen ein Fußballprotestsong!

Gibt es einen besseren Grund, ein Weihnachtslied zu schreiben? Vielen Dank für das Interview!
Die letzten Worte gehören euch:

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