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Ich, einfach unverbesserlich 2 – Filmkritik

Ich, einfach unverbesserlich 2 – Filmkritik

Der unverbesserliche Gru und seine drei Mädels sind mit Ich, einfach unverbesserlich 2 zurück! Und mit ihnen eine ganze Schar der unverschämt komischen, gelben Minions, denen man sogar noch ein paar Extraminuten auf der Leinwand eingeräumt hat. Diesmal hat sich Gru etwas nicht weniger Größenwahnsinniges vorgenommen, als den Mond zu stehlen, nämlich: die Welt zu retten. Aber reicht das schon für einen gelungenen Film? Sehen wir uns die Details an:

Ich, einfach unverbesserlich 2

Story

Nachdem Gru im letzten Streifen die drei Mädchen Margo, Edith und Agnes bei sich aufgenommen hatte, haben sie sich inzwischen gut bei Gru eingelebt. Der hat des Wohls seiner Töchter wegen das strapaziöse Bösewicht-Dasein aufgegeben, stattdessen versucht er sich jetzt mit mäßigem Erfolg als Marmeladen-Hersteller. Doch nicht nur die Minions sind von der süßen Paste wenig überzeugt – selbst Grus treuer Mitarbeiter Dr. Nefario hängt den Job als Obst-Einkocher an den Nagel.

Eines Abends wird Gru plötzlich entführt – und zwar von der aufgeweckten Geheimagentin Lucy Wilde, die ihn ins Hauptquartier der Anti-Verbrecher-Liga bringt. Dort wird Gru angeheuert, als Spion auf die gute Seite zu wechseln. Er soll einen Bösewicht jagen, der im Begriff ist, mittels eines Serums harmlose Kreaturen in Killer-Maschinen zu verwandeln.

Gru willigt schließlich ein, nur um bald festzustellen, dass ausgerechnet die übermotivierte Lucy seine Partnerin sein soll. Als Verkäufer in einem Cupcake-Shop getarnt, ermitteln die beiden gegen den vermeintlichen Bösewicht.

Währenddessen verliebt sich die pubertierende Margo in den arroganten Teenie Antonio, was Gru zur Weißglut treibt, und dann verschwinden auch noch unbemerkt nach und nach die Minions … das Chaos nimmt seinen Lauf!

Ich, einfach unverbesserlich 2

Aufmachung

Ich, einfach unverbesserlich 2 kommt, wie zuletzt alle Animationsfilme, auch in 3D in die Kinos. Allerdings wird mit 3D-spezifischen Effekten im Film gespart, was die leidige Brille somit entbehrlich macht. Lediglich im Nachspann kommt das Feature schön zu Geltung, alles in allem steht eine Vorführung in 2D der dreidimensionalen Variante aber mit Sicherheit um nichts nach.

Unbestritten genial ist nach wie vor das Charakter Design: Schrullig, urkomisch, rebellisch, durchgeknallt, und allesamt liebenswürdig kommen die Charaktere daher. Ob der sture Gru, im Original mit einem herrlichen Akzent von Steve Carell gesprochen, die zuckersüße Agnes oder der an der Schwelle zwischen Scharf- und Blödsinn angesiedelte Neuzugang Lucy.

Ich, einfach unverbesserlich 2

Doch ihr Sahnehäubchen wird dieser Kunst von den Minions aufgesetzt: Mit ihrer unverschämt sympathisch-idiotischen Art, sowie der Fantasiesprache und der genial eingesetzten Mimik haben sie im Beliebtheits-Ranking die Nase (und das, obwohl sie gar keine haben!) um noch einen Deut weiter vorne.

Leider kann diesmal die Qualität der Musik nicht ganz mit dem 1. Teil mithalten. Zwar fällt sie keineswegs negativ auf, jedoch sticht sie auch nicht durch besondere Kreativität hervor. Zwar werden zwischendurch zur Erheiterung einige bekannte Melodien von singenden Minions aufgegriffen, aber im Gesamtbild tritt die Musik eher in den Hintergrund.

Ich, einfach unverbesserlich 2

Resumée

Dass Folgefilme selten besser, geschweige denn gleich gut die ihre Vorgänger sind, ist ja weithin bekannt. Leider trifft dieser Umstand auch auf Ich, einfach unverbesserlich 2 zu. Offensichtlich hat man im Studio von Illumination Entertainment versucht, aus den Highlights des ersten Teils einen zweiten Teil zusammen zu basteln. Doch was dabei auf der Strecke geblieben ist, ist eine wirklich gute Story! Der Trumpf von Teil 1 wurde hier also verspielt.

Zu viele unterschiedliche Handlungsstränge lassen keinen richtigen Spannungsbogen entstehen. Ständig auf Achse muss man den schnelllebigen Aktionen folgen; die stellenweise so notwendige Ruhe findet keinen Platz. Damit fehlt es dem Zuseher auch an Zeit, die Gefühlslagen der Personen richtig mit zu erleben. Zu hektisch wechseln die Szenen, die Probleme, die Ziele. Noch dazu bleibt der Film leider bis zum Ende absolut vorhersehbar.

Das allbekannte Schicksal der zweiten Teile – zu viele Personen, zu viel Action, zu wenig Tiefe – hat wohl auch diesen Film ereilt. Er steht eindeutig im Schatten seines Vorgängers. Trotzdem: Wunderbar umgesetzte Dialoge, herrlich witzig inszenierte Passagen und nicht zuletzt die Sympathie zu den Charakteren trösten darüber ein wenig hinweg.

Insgesamt ist Ich, einfach unverbesserlich 2 die perfekte Wahl, wenn der Kinobesuch nach einem anstrengenden Tag besonders erholsam sein soll. Seichte Unterhaltung mit viel Humor eben, der bestimmt auch bei Kindern seine Wirkung tut.

Ich, einfach unverbesserlich 2

Kinostart: 5. Juli 2013
Genre: Komödie, Animation
Regisseur: Pierre Coffin, Chris Renaud
Cast: Steve Carell, Russel Brand, Kristen Wiig
Land: USA
Dauer: 98 Minuten
Studio: Illumination Entertainment
Filmverleih: Universal Pictures
Film Website
Für Fans von: Ich, einfach unverbesserlich, Hotel Transsilvanien, Die Unglaublichen

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