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Icona Pop im Interview

Icona Pop im Interview

Vor ihrer Show am 17. April 2013 im Wiener Chaya Fuera trafen wir Icona Pop zum Interview und plauderten über Aftershowpartys, ihren überraschenden Erfolg und den Songcontest!

Wie geht es euch?
Aino: Uns geht es sehr gut. Es ist toll, wieder in Wien zu sein!

Also wart ihr schon mal hier?
Aino: Ja, einmal. Wir waren davor, vor etwas längerer Zeit, schon mal in Österreich um Ski zu fahren.
Caroline: Zum Spielen sind wir aber das erste Mal hier.

Wie läuft eure Tour bisher?
Caroline: Großartig! Es fühlt sich gut an, wieder hier zu sein. Wir sind immer unterwegs aber man gewöhnt sich nie an ein bestimmtes Publikum, weil wir zwischen so vielen Ländern hin und her fahren. Ich bin immer nervös und es ist immer aufregend, wenn man zum Beispiel nach Deutschland kommt und schon lange nicht mehr dort war oder die Vereinigten Staaten besucht. Diese Tour war großartig bisher. Die Crowds waren verrückt!
Aino: Crazy Crowds!

Wie viele Shows habt ihr auf dieser Tour schon hinter euch?
Aino: Ich denke das wird unsere Fünfte heute. Das sind noch nicht so viele, aber wir sind schon durch fast ganz Deutschland und haben dort in großen Locations gespielt.

Ihr habt euch vor erst 4 Jahren kennengelernt und tourt jetzt durch ganz Europa und Amerika. Wie fühlt sich das an und wie habt ihr das geschafft?
Aino: Wir beide haben etwas gemeinsam und das ist groß zu träumen. Als wir uns das erste Mal getroffen haben, redeten wir nur über unsere Visionen und Träume. Ich würde meine Visionen nie mit jemand anderem so teilen wie mit Caroline aber irgendwas an ihr hat mich dazu gebracht davon zu erzählen, dass ich die Welt bereisen will und irgendwie war es als würde ich wissen, dass das so passieren würde. Das klingt zwar etwas übermütig, aber wenn sich etwas so richtig anfühlt und du zu 100 % daran glaubst, wird es auch passieren.
Caroline: Manchmal fällt man natürlich hin, aber jedes Mal wenn das passiert wird man sicherer, dass das gar nicht so schlimm ist, dass du wieder aufstehen kannst und dass es besser ist, 1000 % zu geben, hin zu fallen und wieder aufzustehen als immer zu denken „Was, wenn wir es einfach versucht hätten?“. Wir haben einfach nur eine echt gute Zeit.

Eure Single „I Love It“ ist extrem erfolgreich. Habt ihr erwartet, dass sich genau dieser Song so gut macht?
Aino: Natürlich träumt man immer davon, dass es ein Song in viele Länder schafft aber als wir „I Love It“ aufgenommen haben, haben wir einfach gefühlt, dass es für viele Menschen etwas Mitreißendes und Aufbauendes hat. Es gibt dir ein besonderes Gefühl. Du hörst, dass da viel Zorn ist der zu etwas Kraft-gebendem, ermutigenden wird. Wir hatten so ein Bauchgefühl, dass das ein wirklich starker Song ist. Dass wir damit in fast allen Ländern Gold und Platin erreichen würden. Das ist extrem. Wenn dir das wirklich passiert ist das ganz anders, als du es dir vorgestellt hast!
Caroline: Ich denke wir haben das schon gemerkt, bevor es im Radio war und auf all den Blogs aufgetaucht ist. All den Bloggern haben wir wirklich viel zu verdanken, weil sie es waren es, die den Song aufgegriffen haben und einen Hype darum erstellt haben aber schon davor sind die Leute durchgedreht, wenn wir es live gespielt haben.

Freut ihr euch auf die Show heute Abend?
Caroline: Ernsthaft? (lacht)
Aino: Die Leute in Österreich waren lange Zeit sehr gut zu uns und es fühlt sich gut, an endlich eine Show hier spielen zu können. Es ist eine Ehre hier zu sein.

Was kann man von einem Besuch einer Icona Pop Show erwarten?
Caroline: Viel Energie! Es ist eine Live Show und wir geben alles, wenn wir live spielen. Wir wollen, dass es live bleibt also haben wir immer einiges an neuem Zeug, Equipment und vieles Neues zu tun. Wir sind immer nervös und werden uns nie zu sicher auf der Bühne. Es ist wie „Ok, weiß ich noch wie … scheiße … diese neue Sache … was war das?“ Zwischen uns herrscht eine sehr enge Kommunikation auf der Bühne. Es ist witzig weil sie gerade „We Got The World“ soundchecken  und wir es bei jeder Show, egal ob vor 10 oder 20000 Menschen, irgendwie schaffen, unsere eigene kleine Welt zu kreieren und eine Verbindung zu den Leuten, sowohl vorne als auch hinten im Raum, entsteht. Selbst wenn sie anfangs manchmal etwas schüchtern sind, raven sie gemeinsam in den Himmel. Das ist das beste Gefühl!

Dieses Jahr ist der Eurovision Songcontest,..
Aino: In Schweden! Malmö!

Was haltet ihr von diesem Contest?
Aino: Ich halte es für eine witzige Sache und in Schweden ist es groß. Viele Leute stehen damit in Verbindung und wir kennen einige Leute, die dabei waren. Es ist großartig!
Caroline: Es geht darum, Spaß zu haben und es soll eine Show sein. In letzter Zeit waren einige verschiedene Genres dabei. Dadurch macht das Zusehen viel mehr Spaß. Es gibt dort einige Pop- und Rock Acts und ich denke, dass sie versuchen, ein bisschen das Ganze etwas erfrischender zu gestalten.

In einem Interview habt ihr gesagt, dass One Hit Wonders aus den 90ern einen Platz in eurem Herzen haben. Was versucht ihr dagegen zu tun, selbst ein One Hit Wonder zu werden?
Aino: Ich denke, wir haben zu gute Songs um eines zu werden. Um ehrlich zu sein: One Hit Wonders sind Menschen, denen das gewisse Etwas fehlt! Uns gibt es schon lange und wir haben eine gute Fanbase.
Caroline: Die Leute fragen uns immer, ob wir Angst haben ein One Hit Wonder zu werden aber laut mir haben wir gerade erst angefangen! Ich freue mich einfach nur, dass dieser Song so erfolgreich war und wir dadurch so viele Menschen erreichen konnten. Ich denke, wenn sie „I Love It“ lieben werden sie auch unsere anderen Songs auch mögen.

Wie sehen eure Zukunftspläne aus? Werdet ihr bald wieder etwas releasen?
Aino: Wir sind gerade dabei, die Arbeiten an unserem Album zu beenden welches um August/September weltweit released wird.
Caroline: Das ist unser Baby!
Aino: Es werden viele neue Tracks drauf sein und wir werden im Mai damit fertig werden. Check it out! Es wird absolut umwerfend, hoffentlich. Man hat immer etwas Angst davor, aber es wird toll, es zu veröffentlichen!
Caroline: Ich glaube ich werde weinen, wenn wir fertig sind.
Aino: Ja, ich auch!
Caroline: Da werden all diese Emotionen hochkommen. Das wird so „Ich habe dieses Baby gerade selbst zur Welt gebracht!“ (alle lachen)

Habt ihr Pläne für die Aftershow heute? Wie sieht eine typische Icona Pop Aftershow aus?
Caroline: In letzter Zeit sind wir das Ganze etwas ruhiger angegangen. Wir haben in letzter Zeit viel gearbeitet, also werden wir heute nach der Show einfach nach München weiterfahren.
Aino: Dafür wird es im Bus eine Party geben!
Caroline: Bei uns ist das so: Wenn wir anfangen, blicke ich rüber zu Aino und sie gibt mir dann diesen Blick und ich weiß „OK, lass es uns tun!“. Ich denke, es ist gefährlich für uns zu bleiben und mit den Leuten zu feiern, weil wir dann nie dort wegkommen. Wir werden etwas bleiben und uns von allen etwas Liebe holen, sie umarmen und dann zum Bus gehen.

Was denken Schweden über Österreich? Gibt es da irgendwelche Klischees?
Aino: Bier und blonde Menschen in diesen Kleidern (formt um ihre Hüften ein Dirndl mit ihren Armen) und an Skifahren.
Caroline: Und daran dass sie gut im Feiern sind!
Aino: Sehr gut im Feiern!
Caroline: Und an sehr gutes Bier!

Aus Schweden kommen viele große Bands. Gibt es irgendetwas Besonderes an der schwedischen Musikindustrie?
Caroline: Ich denke, sie ist klein aber auch sehr gut, weil die Leute sehr wählerisch sind. Wenn ich mir schwedisches Radio anhöre, gefällt mir zwar nicht alles, aber vieles ist anders als in internationalen Radiosendern. Unsere Sender nehmen oft früh Neues in ihr Repertoire auf. Ich weiß nicht, vielleicht ist da irgendwas in unserem Wasser (engl. „it’s something in the water“) aber in Schweden gibt es sehr viel gute Musik dafür, dass es so ein kleines Land ist.

Habt ihr irgendwelche letzten Worte an unsere Leser?
Caroline: Hoffentlich sehen wir uns bald!
Aino: Ja, wir wollen bald zurück in diese schöne Stadt kommen. Vielen Dank für eure Unterstützung!
Caroline: Und genießt unser Album! Bitte hört es euch an und gebt uns Feedback!
Aino: Eine neue Single kommt sehr bald!

Danke für das Interview!

Interview: Dominik Pandelidis

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