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Inside Llewyin Davis – Filmkritik

Inside Llewyin Davis – Filmkritik

Ethan und Joel Coen (Big Lebowski, No Country For Old Men) melden sich mit ihrem neuen Film Inside Llewyn Davis zurück und porträtieren diesmal das fiktive Leben eines New Yorker Folk-Sängers in den 60er Jahren. Der Film eröffnet die diesjährigen Viennale und ist der neueste Coen-Film seit True Grit aus dem Jahre 2010.

Llewyn Davis, dargestellt von Oscar Isaac, ist ein mäßig bis nicht erfolgreicher Folksänger, der sich mit ein paar kleinen Gigs in New Yorks Folk-Clubs über Wasser hält. Eine Wohnung oder gar einen fixen Schlafplatz hat der quirlige Folksänger nicht, stattdessen macht er die Runde auf den Sofas seiner New Yorker „Freunde“. Darunter fallen auch Jim (Justin Timberlake) und Jane (Carey Mulligan). Letztere ist jedoch aufgrund der Vergangenheit nicht gut auf Llewyn zu sprechen und sorgt für einiges an Zündstoff. Im Verlauf des Films treibt Llewyin erfolglos durch New York, bis er letztlich beschließt, sein Glück in Chicago zu versuchen, was jedoch auch nicht lange anhält. Untermalt von den ruhigen Klängen der Folk-Songs, die die Schauspieler übrigens tatsächlich selbst spielten und bei denen auch Genre-Platzhirsch Marcus Mumford beratend zur Seite stand, begleitet der Zuschauer Llewyn auf seiner Reise.

Oscar Isaac (re.) und Justin Timberlake

Oscar Isaac und Justin Timberlake

Die recht unspektakuläre Grundgeschichte, die kein sonderbares Ziel verfolgt, wird dabei in typischer Coen-Manier erzählt. Parallelen zu The Big Lebowski sind leicht erkennbar, das Loser-Dasein des Antihelden Llewyn Davis ist eines der zentralen Elemente des Films. Auch steckt das Detail wieder in den Dialogen und grotesken Situationen, die sich in dem Film ergeben. Highlight ist hier die Autofahrt von New York nach Chicago, auf der sich Oscar Isaac gemeinsam mit John Goodman die Ehre gibt.

Die Geschwindigkeit des Filmes ist stellenweise dann doch etwas zu langsam und die Story ein wenig zu dünn. Ermüdend kann auch der Folk nach einiger Zeit wirken, gerade wenn man nicht so sehr mit diesem Genre vertraut ist. Gelobt werden kann hingegen Oscar Isaac, der es nach einer Nebenrolle in Drive mit diesem Film wohl in die Reihen der Hauptdarsteller geschafft hat. Die Darbietung von Carey Mulligan bleibt hingegen nicht so sehr in Erinnerung.

Alles in allem ist Inside Llewyin Davis ein netter Film, bei dem Coen-Fans und Folk-Liebhaber sicherlich gleichermaßen auf Ihre Kosten kommen. Das Highlight sind sicherlich die klassisch-grotesken Dialoge. Im Gesamten ist man dann doch Besseres von den beiden Kultregisseuren gewohnt.

Inside Llewyn Davis

Kinostart: 6. Dezember 2013
Genre: Drama, Komödie
Regisseur: Ethan Coen, Joel Coen
Cast: Oscar Isaac, Carey Mulligan, Justin Timberlake
Land: USA
Dauer: 105 Minuten
Filmverleih: StudioCanal
Film Website
Für Fans von: Big Lebowski, Walk the Line

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