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Itchy Poopzkid – Ports and Chords

Itchy Poopzkid – Ports and Chords

Es gibt sie noch – Bands, die man durch diverse werbeverseuchte Musiksender kennen lernt, die dort rauf und runter gespielt werden und sogar eigene Sendungen bekommen. Und – man halte sich fest – diese Bands sind dann auch noch gut! Sympathisch, geradlinig, und beherrschen noch dazu ihre Instrumente. Selten gesehene Exemplare – Itchy Poopzkid ist eines davon. Gegründet 2001 als Schülerband, die ausschließlich Coversongs zum Besten gab, entwickelte sich die Band erst zum Geheimtipp und spielte früh im Vorprogramm von den Donots, +44 oder den Bouncing Souls.

2007 erfolgte dann der breite Durchbruch mit ihrem zweiten Album „Time to Ignite“. MTV verliebte sich in die drei sympathischen Schwaben und spielte die erste Single „Silence is killing me“ tag ein – tag aus. Und der Rest ist Geschichte.

CD Cover "Ports & Chords" von Itchy Poopzkid

2013 präsentieren uns nun die Itchys ihr mittlerweile fünftes Studioalbum „Ports & Chords“. Auf dem am eigenen Label releasten Longplayer haben sie sage und schreibe 14 Songs draufgepackt. Musikalisch kann man „Ports & Chords“ durchaus als Weiterentwicklung betrachten. Charttauglicher Punkrock kam mittlerweile doch ein wenig in die Jahre und so präsentiert sich das Album mit starken Irish Rock und sogar Country Einflüssen. Trotzdem werden die alten Fans ihren Gefallen an dem Album finden.

So findet man in der Tracklist Bekannte und Freunde der Bands, die gemeinsam intonieren. Beispielsweise die süße Charlotte Cooper von den Subways, die sich beim Song „She Said“ gemeinsam mit Sänger Sibbi ein Stelldichein gibt – sicher einer der stärksten Nummern des Albums. Und nicht fehlen darf natürlich auch der Herr Knollmann von den Donots, der beim „Pirate Song“ ordentlich mitgrölen darf.

Überhaupt zieht sich das maritime Thema wie ein roter Faden durch das komplette Album. Angefangen vom gesamten Artwork, welches durchaus als Tattoovorlage für harte Seebären herhalten kann, bis hin zu den rauen Klängen der Songs, wo man fast schon die Gischt der Wellen heraushören kann, die sich am Bug einer hölzernen Barkasse brechen.

Erwähnenswert ist auch der Song „With Heads Held High“, bei dem Fans der Band aufgerufen waren den Refrain selbst zu singen, aufzunehmen und der Band zu schicken. Ähnlich wie bei Polarkreis 18s Hit „Allein Allein“ ergibt sich ein gigantischer Chor der Gänsehaut beschert.

Alles in allem ist „Ports & Chords“ ein durchaus solides Album, wenn’s auch nicht die Neuerfindung des Rades ist. Und nicht vergessen darf man, dass die Band live einfach eine Macht ist und im deutschsprachigen Raum ihresgleichen sucht.

Itchy Poopzkid – „Ports & Chords“

Für Fans von: 3 Feet Smaller, 5 Bugs, Dropkick Murphys
Findaway Records (Alive)
VÖ: 25.1.2013
Gesehen um €14,99

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Luis Pasching

äähm, mir ist grad ein bisi schlecht

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