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Jimmy Eat World – Damage

Jimmy Eat World – Damage

Auch wenn man oft das Gefühl hatte, nach The Middle nichts mehr von Jimmy Eat World (Homepage) gehört zu haben, entspricht das ganz und gar nicht den Tatsachen. Die Wahrheit ist, dass sie bereits vor ihrem mehr als erfolgreichen Album Bleed American – aus dem Jahr 2001 – zwei CDs veröffentlicht hatten, und noch vier weitere darauf folgten. Mit Damage sind wir also schon bei Nummer acht angelangt, eine durchaus stattliche Zahl. Ebenso beeindruckend, dass die vierköpfige Gruppe in 20 Jahren Bandgeschichte nur einen Mitgliederwechsel verschmerzen musste.

Nach einem eher nichtssagenden Albumcover wird direkt mit dem ersten Song ins Schwarze getroffen. Appreciation klingt einfach wie man sich einen neuen Jimmy Eat World Song vorstellt – die markante Stimme von Jim Adkins, der nicht nur seiner Band, sondern auch seiner Frisur treu geblieben ist, und diese sehr eingängige Mischung aus Rock, Alternative und noch einem Schuss Pop dazu.

JimmyEatWorld_Damage Albumcover

Die Titel Damage und Please Say No, die darauf folgen, klingen schon mehr nach Radio-Pop-Sound, und bekommen dadurch einen etwas oberflächlichen Beigeschmack und plätschern eher so dahin, ohne wirklich mitzureißen.

I Will Steal You Back, die erste Singleauskoppelung des Albums, knüpft in Bezug auf Rhythmus und Power an Appreciation an, und bringt dadurch wieder mehr Schwung in das Ganze.
Das große Finale wird nicht mit einem Paukenschlag eingeläutet, ganz im Gegenteil. Mit You Were Good beendet ein ruhiger Acoustic Song das Album, und hört ziemlich passend mit den Worten „It was good, then it was gone“ auf.

Schon beim Durchlesen der (lediglich) zehn Titelnamen auf Damage, wird einem klar, dass sich alles um ein Überthema dreht – und wie könnte es anders sein, es ist die Liebe. Frontmann Jim Adkins meinte selbst dazu:

As you get older it’s more interesting to have a theme that everything tries to support – I would say this album has a theme. I would describe it as an attempt at making an adult breakup record.

Auch wenn es scheinbar geplant war, dem Ganzen eine klare Richtung zu geben, klingen die Songs trotzdem ehrlich und weniger experimentell, als es beim Vorgänger Invented der Fall war. Und selbst wenn schon tausendfach durchgekaute Themen wie Liebeskummer, Schmetterlinge im Bauch und Herzschmerz besungen werden, wirkt alles noch relativ frisch. Man hört den Wandel von der einstigen Pop-Punk-Partyband zu erwachsenen Musikern, und doch schaffen sie es ihrer Musik treu zu bleiben. Es wurde auf unnötigen Schnickschnack verzichtet, und einfach geradlinige Songs produziert. Aber nach acht Alben noch eine Überraschung zu liefern, ohne seine Anhänger vor den Kopf zu stoßen, ist natürlich auch schwierig. Fans werden ihre Freude an der Platte haben, wenn auch der ganz große Knaller fehlt.

Jimmy Eat World – Damage

Für Fans von: Yellowcard, Blink 182, Lostprophets
Rca Int. (Sony Music)
VÖ: 07.06.2013
Gesehen um €15,99

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