Home   /   CD Reviews  /  Musik  /   Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi – Expedition ins O

Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi – Expedition ins O

Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi – Expedition ins O

Käptn Peng, der sich die Bühne normalerweise nur mit seinem älteren (und vor allem auch um einiges größeren) Bruder Shaban teilt, hat sich Verstärkung mit ins Boot geholt. Mit den Tentakeln von Delphi erlebt er wilde Abenteuer, macht seltsame Begegnungen und bekämpft so manche Monster. All das gibt es nachzuhören und zu bestaunen auf dem neuen Album „Expedition ins O“.

Shaban und Käptn Peng veröffentlichten bereits im März 2012 das gemeinsame Album „Die Zähmung der Hydra“, welches auf ihrem eigens mit Freunden gegründeten Label Kreismusik erschien. Großen Anklang fand vor allem der Song „Sie mögen sich“, der zusätzlich zum Text mit einem überaus liebenswürdigen Musikvideo überzeugte. In der neuen und vergrößerten Konstellation ist „Expedition ins O“ allerdings die erste CD, die unter die Leute geht.

Wie man bereits an den Titeln der beiden Alben erkennen kann, entführt uns Käptn Peng mit seinen Mitstreitern in eine eher mystisch-angehauchte Welt. Im richtigen Leben hört der Kapitän auf den Namen Robert Gwisdek, und war bereits in so mancher Film- und Fernsehproduktion zu sehen, unter anderem in zwei Tatorten und dem Film „13 Semester“. Doch dass ihm das Mikrofon genauso gut steht, beweist er hiermit zum wiederholten Mal.

Kaeptn-Peng-und-die-Tentakel-von-Delphi-Expedition-ins-O-VERLOSUNG-cover

Die insgesamt 15 Titel sind eine Mischung aus überaus intelligenter und gleichzeitig sinnfreier Rap-Musik (ja, das gibt’s), kombiniert mit Kontrabass, Gitarre, Schlagzeug und noch vielem mehr. Denn die Tentakel dachten sich wohl, ein Instrument spielen kann ja jeder. Deshalb wurden kurzum auch Haushaltsgegenstände wie Löffel, Klobürsten, Töpfe und Kehrbesen zum Zwecke der Musik umfunktioniert.

Rockigere Songs wie „1234 PengPengPeng“ und „Champagner und Schnittchen“ laden zum Tanzen und Mitsingen ein, was bei dem Tempo welches der Käptn teilweise vorlegt gar nicht so einfach ist. Hervorzuheben ist „Liebes Leben“, wie fast alle Songs aufgrund des Textes. Das Lied steckt zu Anfang voller Nonsens und besteht nur aus amüsanten Vergleichen, schafft es am Ende aber doch noch eine etwas andere Schöpfungsgeschichte zu erzählen.

Mit „Oha“ gibt es für Fans ein Wiedersehen, da der Titel bereits auf „Die Zähmung der Hydra“ erschienen war. Es handelt sich dabei um eine Art Remake, welches durch die zusätzlichen Instrumente nun um einiges größer und voller klingt. „Sockosophie“ dürfte ebenfalls ein Titel für alte Bekannte sein, der durch seine Aufmachung stark an dieses Vorgängeralbum erinnert.

Während Shaban und Käptn Peng als reiner Rap angesehen werden konnte, hat sich die Musik durch die Tentakel von Delphi klar weiterentwickelt. Allerdings wurde diese Entwicklung so hingebogen, dass die Musik mainstreamtauglicher wurde, ohne älteren Fans dabei auf die Füße zu treten. Wem sich die Möglichkeit bietet sie Live zu erleben, sollte die Chance deshalb auch nutzen. Denn wer braucht schon „Mein Block“, wenn man ganz leicht in eine andere Welt eintauchen kann.

Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi – „Expedition ins O“

Für Fans von: Dendemann, Blumentopf
Kreismusik (Soulfood)
VÖ: 12.04.2013
Gesehen um €15,99

Home   /   CD Reviews  /  Musik  /   Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi – Expedition ins O

Tags

Related Article