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Killswitch Engage im Interview

Killswitch Engage im Interview

Am 24. April spielten Killswitch Engage mit Sylosis und Heartist in der Arena Wien (Hier geht’s zum Bericht). Wir nutzen die Chance und trafen Bassisten Mike D’Antonio zum Interview.

Wie geht’s dir denn?
Ach, mir geht es gut. Perfektes Wetter habt ihr hier in Wien. Eigentlich der beste Tag der Tour bis jetzt. Wir sitzen hier draußen in der Sonne und machen ein Interview.

Wie geht die Tour voran?
Super! Die Reaktionen der Fans auf die neuen Songs sind der Wahnsinn. Wir haben bis jetzt bei jeder Show mehr neue Sachen gespielt, um zu sehen, wie sie ankommen und unsere Setlist darauf abzustimmen.

Killswitch Engage im Interview

Wie stellt ihr überhaupt die Setlist für eine Tour zusammen?
Puh, das ist schwierig. Wir haben Songs, die wir unbedingt spielen wollen, aber verändern die Setlist trotzdem von Tag zu Tag, somit ist sie erst gegen Ende einer Tour perfekt. Aber es gibt zum Beispiel Unterschiede, wo man spielt. „Take This Oath“ funktioniert in den Staaten überhaupt nicht, aber in Europa können wir uns es nicht leisten den Song nicht zu spielen. „Holy Diver“ spielen wir andererseits gar nicht mehr. Nach sechs Jahren haben wir uns davon abgespielt, aber je mehr Leute danach fragen, desto höher stehen die Chancen, dass wir ihn wieder spielen.

Lass uns über euer neues Album „Disarm The Descent“ sprechen. Wie sind die allgemeinen Reaktionen?
Also bei den Fans kommt es meiner Meinung nach gut an. An Kritiken bin ich eher weniger interessiert, aber meine Freunde dafür mehr und die erzählen mir dann immer davon. Wie es scheint, können wir also zufrieden sein.

Bist du generell zufrieden mit dem Resultat?
Auf alle Fälle! Wir haben zwei Jahre lang nichts gemacht, deswegen war auch die Spielfreude extrem hoch – das hört man richtig raus. Es ist härter und rauer geworden, mir gefällt’s absolut.

Warum ist es härter geworden?
In unserer Stehzeit, wo nichts passiert ist, wollte ich unbedingt spielen. Deswegen habe ich auch die Band Death Ray Vision gegründet, um einfach wieder rauszukommen. Von daher habe ich einfach viel mehr Härte mit einbringen können.

Killswitch Engage im Interview

Worin unterscheidet sich das Arbeiten mit Jesse im Vergleich zu Howard?
Ich würde sagen, dass Jesse mehr intuitiver und spontaner ist. Howard hingegen versucht alle Töne genau zu treffen.

Ist es für eine Band notwendig, sich neu zu erfinden bzw. eine neue Richtung einzuschlagen?
Das ist ein Problem, mit dem ich schon oft konfrontiert war. Bleibt man als Band seinem Sound treu, schreien alle, dass es keine Veränderung gibt und alles gleich klingt. Verändert man seinen Stil, jammern alle wieder, dass man sich verändert hat. Also eine Lösung habe ich noch nicht finden können. Das Wichtigste für eine Band ist einfach das zu machen, was einem selbst gefällt. Aber wenn sich Bands zu krass verändern, habe ich bereits die Erfahrung gemacht, dass das meistens der Einfluss von Außenstehenden ist. Also zum Beispiel ein Label, um die Musik einfach zugänglicher zu machen und mehr Leute zu erreichen.

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Wenn wir schon über Veränderungen sprechen, wie würdest du die aktuelle Lage der Musikindustrie beurteilen?
Oh Mann, es ist mittlerweile ziemlich schwer als Band. Kaum jemand kann noch richtig davon leben. Selbst ich hab einen Nebenjob – was heißt einen, drei! Neben Killswitch Engage (Homepage), spiele ich in noch zwei anderen Bands und mache noch Grafikdesign. Also es ist echt nicht einfach heutzutage.

Hast du einen Tipp für junge Bands?
Ja definitiv! Sucht euch einen zweiten Job – ohne dem geht’s nicht!

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Alexander Blach

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