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Kvelertak – Meir

Kvelertak – Meir

Wer Kvelertak (Facebook) kennt, weiß, dass die Norweger alles andere als typisch sind. Ihre irre Mischung aus Black Metal, Punk und Hardcore definiert der Kenner am ehesten noch als Black’n’Roll. So behält auch das neue Album, „Meir“, den irren musikalischen Kurs des Sextetts bei. Wer schon das Debüt-Album kannte und begeistert war, kann auch hier sorglos zugreifen, denn am Sound hat sich nur wenig verändert. Die Lyrics bleiben unbekannt und aggressiv, die Riffs bleiben schmutzig, fast schon Sludge-mäßig und der Gesamtsound des Albums lässt sich als depressiv einordnen.

Das aus elf Songs bestehende Werk bleibt kontinuierlich Kvelertak-treu: Hier finden wir Einflüsse aus Black Metal, Hardcore Punk, Classic Rock, Southern Rock und Sludge, die jedem Kvelertak-Liebhaber unzählige Stunden Ohrgasmus bescheren sollten. Die eher kurzen Songs erweisen sich als kommerziell und „lokaltauglich“ – wer Kvelertak als Geheimtipp empfohlen bekommen hat, wird spätestens jetzt die Band immer häufiger in Lokalen der Szene zu hören bekommen. Kvelertak bleiben ihrem Stil treu und zeigen, dass man auch anders bei Fans harter Musik punkten kann.kvelertak-meir-coverSubjektive Kritik muss jedoch auch hier Platz finden: Black Metal und Punk, beziehungsweise Rock passen nicht immer zusammen – hier den schmalen Grat zwischen Genialität und Irrsinn zu treffen erweist sich als Meisterleistung. Es wäre gelogen zu sagen, Kvelertak würden dies problemlos und gut lösen. Viele Songs beginnen interessant und erweisen sich dann jedoch doch als anstrengend – der harsche Gesang kombiniert mit den untypischen Riffs und dem schmutzigen Gesamtsound lassen das gesamte Album einfach anstrengend und nervig wirken.

Uns fehlt ein guter Ohrwurm, dem auch hartgesottene Metaller etwas abgewinnen können – gerne gönnen wir jedoch den eingefleischten Kvelertak-Fans ihre Freude und beglückwünschen sie, denn: Uns fehlt die Geduld und die nötige Portion Wahnsinn, um mit dem waghalsigen Kurs der Norweger mitziehen zu können. Trotzdem sollte jedermann den Norwegern von Kvelertak eine Chance geben – vielleicht schlummert ja irgendwo ein noch nicht entdeckter Fan? Fazit: Nur für Liebhaber!

Kvelertak- „Meir“

Für Fans von: Scum, Kylesa, Baroness, TOAD, Horse Drawn Death Machine
Label/Vertrieb – Napalm Records
VÖ: 22.03.2013
Gesehen um €15,99

 

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Lukas Elzbieciak

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