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Lindsey Stirling im Interview

Lindsey Stirling im Interview

Du spielst heute dein erstes Konzert in Wien. Es ist ausverkauft. Freust du dich schon auf die Show?
Lindsey Stirling:
Ja, absolut! Es ist großartig an einen Ort zu kommen, an dem du noch nie gespielt hast. Ich war erst einmal vor ein paar Monaten hier und das Konzert war davor bereits ausverkauft. Das ist einfach so: „Wow, ich war noch nicht einmal hier!“ Das zeigt, wie viel Macht das Internet hat.

Wie viele Konzerte hast du auf dieser Tour bereits gespielt?
Lindsey Stirling:
Ich denke was waren 7.

Was kann man als Besucher einer deiner Shows erwarten?
Lindsey Stirling:
Es ist eine echte High-Energy-Show. Viel passiert. Meine Band springt herum. Ich bin auf der ganzen Bühne, tanze und springe und es ist sehr laut. Es ist ein Rockkonzert mit der Violine. Es ist laut und ja,.. Ich liebe es einfach, Spaß damit zu haben. Die Leute heben die Hände, springen. Es ist eine großartige Zeit. Gleichzeitig bringe ich dann aber auch immer ein paar orchestralische Songs, die das Tempo etwas reduzieren und ein paar Filmsoundtracks und Covers aus Games, die etwas klassischer verwurzelt sind.

Lindsey Stirling live in Vienna

Lindsey Stirling

Du spielst Songs über epische Geschichten wie Game of Thrones, Skyrim, Assassin’s Creed, Zelda und den Herren der Ringe. Ich nehme an dir gefallen Fantasy- Geschichten?
Lindsey Stirling:
Ich liebe Fantasy-Geschichten! Ich liebe Märchen. Weißt du, ich würde gern ein Disney Medley spielen. Ich mag Geschichten mit kleinen magischen Elementen. Ich denke es macht viel Spaß. Ich mag all diese Märchen und Fantasy-Sachen.

Nimmst du Teil an der Produktion der elektronischen Elemente, den Beats und den Synths, in deiner Musik?
Lindsey Stirling:
Ja, das tue ich. Ich schaffe sie nicht selbst, sondern arbeite mit den Produzenten. Wir setzen uns zusammen und arbeiten an Akkordfolgen und dann sag ich manchmal „Oh, das gefällt mir“ oder auch „Das gefällt mir eher nicht“. Wir schreiben den Beat gemeinsam und ich schreiben dann die Parts für die Violine selbst.

Wann können wir mit einem neuen Album oder mit einem neuen Release rechnen?
Lindsey Stirling: Oh, ein neuer Release. Wenn ich im Juli wieder in den USA bin, gehe ich auf der Stelle ins Studio und beginne wieder zu schreiben. Mein Ziel ist es, im März etwas Neues zu veröffentlichen.

Hörst du dir immer noch gerne deine älteren Aufnahmen und Songs an?
Lindsey Stirling:
Ja, schon. Ich hab die Sachen nicht selbst auf meinem iPod, höre sie mir jede Nacht an und geh dann zu den anderen hin und sage. „Hey Leute, hört euch das an!“ (lacht), aber ich mag immer noch meine gesamte Musik. Ich habe es genossen all das zu spielen und es ist einfach Wahnsinn, dass ich inzwischen wahrscheinlich etwa 100 Shows gespielt habe und immer noch wild darauf bin auf die Bühne zu gehen und jede Nacht zu spielen. Das ist eine gute Sache.

Mit mehr als 330.000.000 Klicks und fast 2.500.000 Abonnenten ist dein YouTube-Kanal extrem erfolgreich. Hast du irgendwelche Tipps für junge Musiker wie sie es schaffen können, ihre Musik übers Internet verbreiten zu können?
Lindsey Stirling:
Ja. Eine der Sachen, die mir am meisten geholfen hat, war es mit anderen Künstlern zu kollaborieren. Da sind so viele Leute draußen. Ein Video upzuloaden und zu hoffen, dass es richtig viele Clicks bekommt und jeder es sieht, wird wohl einfach nicht passieren, normalerweise. Aber wenn du einen Song machst und einen anderen Künstler der dazu passen könnte findest,.. Die haben dann eine kleine Fanbase, du hast eine kleine Fanbase. Wenn ihr dann gemeinsam einen Song macht, kannst du dadurch dein Publikum weiter vergrößern und deine Musik mit noch mehr Menschen teilen. Davon profitieren beide Künstler. Der Künstler, der mich auf meiner aktuellen Tour supportet, Epic, war der erste Musiker mit dem ich auf YouTube jemals zusammengearbeitet habe. Jetzt, 2 Jahre später, touren wir gemeinsam. Man weiß nie, wohin dich einzelne Projekte bringen können, aber ich denke, wenn man mit vielen Leuten zusammenarbeitet bringt das alles etwas.

Lindsey Stirling beim Showcase

Lindsey Stirling

Hast du noch ein paar letzte Worte für unsere Leser?
Lindsey Stirling:
Hmm, letzte Worte,.. Eine der Sachen nach der ich immer gern mein Leben ausgerichtet habe ist die Vorstellung nicht in irgendeine Box oder Kategorie hineinpassen zu müssen. Es kommt mir vor als würden heutzutage alle glauben, dass sie ein bestimmter Typ Mensch sein müssen, um dazuzugehören oder cool, oder smart zu sein. Die Welt versucht zu kategorisieren zum Beispiel indem sie sagt: „Wenn du Violine spielst, musst du sie so spielen“ oder: „Wenn du tanzt, musst du so geformt sein“ und ich liebe die Vorstellung, dass man nichts davon sein muss und dass man am besten ist, wenn man die Person ist, die man sein möchte. Ich wünschte ich hätte etwas mehr an diese Message geglaubt, als ich selbst noch ein Teenager war. Ich wäre wohl glücklicher gewesen, musste das aber über längere Zeit hinweg lernen. Jetzt wo ich danach lebe bin ich viel glücklicher.

Danke für das Interview!

Lindsey Stirling Homepage.

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