Home   /   Movies  /   Local Heroes Filmkritik

Local Heroes Filmkritik

Local Heroes Filmkritik

Local Heroes ist nach dem gleichnamigen Bandcontest benannt. Der Film erzählt die Geschichte von Tommy, einem Musiker aus Wien, der mit seiner Band bei eben jenem Wettbewerb teilnimmt und sich damit den Traum eines Vertrages bei einem Major-Label erfüllen will. Dabei macht er sich das Leben oft selbst schwer und wird vor schwierige persönliche Aufgaben gestellt.

Regisseur Henning Backhaus wurde im Vorfeld immer wieder als Haneke-Schüler betitelt, hat er doch unter diesem sein Handwerk erlernt. Als er vor der Premiere darauf angesprochen wird, dass Altmeister Michael Haneke während des Schnitts einmal vorbeigeschaut hat, stellt er eilig klar „Es ist kein Haneke-Film“ – und erntet dafür erleichterten Applaus. Einige Parallelen lassen sich aber dennoch erkennen. Zum Beispiel beim Einsatz der Musik. Wie bei Haneke sind die Szenen nur dann mit Musik unterlegt, wenn sie auch wirklich vorkommt. Also beispielsweise wenn ein Radio läuft oder eine Band spielt.

SetWidth261-Local Heroes PlakatFür den Soundtrack zum Film zeichnet sich Hans H. Wagner verantwortlich. Er hat dabei mit österreichischen Bands wie Marrok, Gudrun von Laxenburg, Too Much Of Nothing und Mother’s Cake zusammengearbeitet. Letztere sind die Local Heroes Gewinner 2010 und haben auch einen kurzen Auftritt im Film. Das verleiht den Szenen des Bandcontests Authentizität.  Außerdem wurde die fiktive Band Yoko Love gegründet.

Hauptdarsteller Thiemo Strutzenberger liefert eine gute Performance ab. In die insgesamt noch recht unbekannte Besetzung, aus deutschen und österreichischen Schauspielern, fügt sich Simon Schwarz als schmieriges Jurymitglied. Es scheint fast so, als dürfte er in keiner österreichischen Produktion fehlen.

Leider ist der Film etwas langatmig geraten. Es ist ermüdend, den depressiven Figuren dabei zuzusehen, wie sie sich das zehnte Mal selbst im Weg stehen. Außerdem durchlaufen die Charaktere keine deutliche Entwicklung. In der Synopsis zum Film steht „Ein Schicksalsschlag verändert alles“. Diese Veränderung lässt sich allerdings nicht erkennen. Tommy verhält sich danach genauso hinderlich für sein eigenes Leben, wie davor. Local Heroes ist kein von Grund auf schlechter Film, aber an die, in den letzten Jahren positiv herausstechenden österreichischen Produktionen, kann er leider nicht anschließen. Für Fans der heimischen Musikszene ist ein Kinobesuch dennoch zu empfehlen.

 

Local Heroes in aller Kürze

Local Heroes
von Henning Backhaus
Für Fans von: Österreichischer Musik
Kinostart: 11.01.2013

 

 

Home   /   Movies  /   Local Heroes Filmkritik

Tags

Related Article