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Local Natives – Flex Wien

Local Natives – Flex Wien

Mit Cloud Control als Support betraten die Local Natives am 8. November das erste Mal eine österreichische Bühne im Wiener Flex. Nicht mal annähernd zur Hälfte gefüllt ging es dann schließlich um 21 Uhr los mit der australischen Support-Band. Die Band lieferte eine solide Show ab und machte jedenfalls lust auf mehr. Gegen 22 Uhr kamen dann schließlich die Local Natives dran, bewaffnet mit Schnauzern, semi-akustischen Gitarren und – ja, das haben sie wirklich gemacht – dem Kubrick-Klassiker 2001: A Space Odyssey als begleitenden Film im Hintergrund.

Cloud Control - (c) Tanja Soleder

Cloud Control – (c) Tanja Soleder

Neben dem Gedanken daran, ob sie das denn überhaupt dürfen, konnte ich mir auch ganz gut vorstellen, wie die Konversation mit dem Bühnentechniker ablief: „Habt ihr Visuals?“ – „Nein, hau einfach Space Odyssey rein.“ Zugegeben, der Film ist ja ein Visual für sich.

Nach den schauderhaften Tempo-Schwierigkeiten beim Eröffnungssong Breakers, der auch die erste Single-Auskopplung des Albums Hummingbird war, ging dann aber alles glatt und die Band erzeugte mit ihrem mehrstimmigen Gesängen und gitarrenlastigen Songs ziemlich viel Energie im immer noch wenig ausgelastetem Flex.

Local Natives - (c) Tanja Soleder

Local Natives – (c) Tanja Soleder

Mit etwa gleichen Anteilen spielten die Jungs aus Kalifornien Stücke von beiden Alben der Diskografie. Das wird sicherlich auch die Gäste neben mir gefreut haben, konnte ich doch mehrmals folgenden Gesprächsfetzen entnehmen: „Die alten Sachen waren viel besser“. Gut, dass auch schon bei einer jungen Zwei-Alben-Band der Hipsterismus greift.

Neben Airplanes und Wide Eyes gab es dann auch mit Warning Sign das sensationelle Cover der Talking Heads zu hören, und die Stimmung wurde auch im Publikum immer ausgelassener. Zwischendurch wurde immer wieder betont, wie sehr sie es genießen, in einer für sie neuen Stadt zu spielen. Das freute auch das Publikum und machte die Herren recht sympathisch. Who knows, Who Cares beendete dann das reguläre Set, bevor sie mit Sun Hands in die Verlängerung gingen.

Local Natives - (c) Tanja Soleder

Local Natives – (c) Tanja Soleder

Als der Film im Hintergrund dann etwa bei der Hälfte angelangt war, war die Band schließlich mit ihrem Set durch und hinterließen ein begeistertes Publikum. Ich hätte sowohl noch mehr Local Natives als auch das Ende von Space Odyssey vertragen.

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