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Lukas Plöchl – Lukas Plöchl

Lukas Plöchl – Lukas Plöchl

Lukas Plöchl, oder auch G-Neila, wie er sich gern selber nennt, sah die Zeit gekommen für einen Neuanfang. Neue Frau, neue Freunde, neues Album.

Lukas ist ein Popstar, einer der wenigen, die Österreich zu bieten hat, seit Christina Stürmer in der Versenkung verschwunden ist. Und als solcher ist er auch im Boulevard verankert, wo keine Zeile über seine musischen Ergüsse steht, dafür wird wortgewandt jedes schmutzige Detail, jede schmutzige Liaison in Wort und Bild dargeboten. Dass Lukas auch Musiker ist, und dies schon seit geraumer Zeit, gerät hier leicht in Vergessenheit.

Aber ehrlich, er macht es einem auch nicht leicht. Waren doch schon die Trackshittaz Songs musikalisch und textlich mehr als simpel gestrickt – eher auf Großraumdisco als auf Lyrikabend hingetrimmt, was ja per se noch kein Verbrechen ist. Aber als Teil eines Duos mit eher austauschbaren Charakteren, nach einer breitgetretenen Liebelei mit einem ATV-Starlet und als Teil, der riesigen ORF Medienorgel ein Soloalbum auf den Markt zu schmeißen, ist doch etwas gewagt.

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Doch über Lukas Plöchl kann man sagen, was man möchte – Eier hat er. Schon bei der ORF Show „Helden von Morgen“, wo er als Einziger aus dem musikalischen Einheitsbrei hervorstach oder über seine Battles mit den Vammumten. Und diesen Mut beweist er auch zum Neuen mit seinem selbst betiteltem ersten Soloalbum. Grob zusammengefasst: Schihüttenfaktor ist relativ gering, sperrige Texte, die ein genaueres Zuhören erfordern. Oft sehr aggressive, nach vorne preschende Vocals, in eine moderne Produktion gekleidet. Die Plattenfirma war wohl eher weniger erfreut, der „Popowackel-Faktor“ ist relativ gering.

Lukas Plöchl über das Album „Lukas Plöchl“:

Diese CD ist eine persönliche Entwicklung. Ich habe lange Zeit ein Image aufgebaut, habe jetzt zwei Jahre lang wie ein großes Plakat gelebt auf dem Trackshittaz und „Oida Taunz“ draufgestanden ist.

Tja, die Geister, die ich rief…

Textlich verlässt man sich auf Altbewährtes. Songs über Freiheit, die Suche nach dem perfekten Mädel, die böse Medienlandschaft die einen nur runterzieht, die Liebe zum runden Leder. „Du bist so Scheiße, so Scheiße – so Scheiße wichtig für mich!“ Romantik auf Lukas Plöchl (Homepage) Art.

Insgesamt ein solides, rundes Album, das bestimmt den einen oder anderen Fan und Kritiker überraschen wird.

Lukas Plöchl – „Lukas Plöchl“

Für Fans von: Trackshittaz
Columbia d (Sony Music Austria)
VÖ: 05.4.2013
Gesehen um €12,99

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Luis Pasching

äähm, mir ist grad ein bisi schlecht

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