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Mama – Filmkritik

Mama – Filmkritik

In Mama erzählt Regisseur Andrés Muschietti die Geschichte von zwei Mädchen, die nach der Ermordung ihrer Mutter alleine in einer kleinen Waldhütte verwildern. Nach fünf Jahren werden sie gefunden und beginnen ein neues Leben bei ihrem Onkel. Doch die Beiden haben etwas aus den Tiefen des Waldes mitgenommen …

Unheimlich gute Mädchen

Vor allem die schauspielerische Leistung der Mädchen Megan Charpentier (Victoria) und Isabelle Nélisse (Lilly) ist beeindruckend. Man fühlt regelrecht mit den verängstigten Kindern mit und weiß nicht so genau, ob man sie bemitleiden oder Angst vor ihnen haben soll.

Screenshot Mama

Auch die zweifach Oscar-nominierte Jessica Chastain (Zero Dark Thirty) überzeugt – selbst mit ungewohntem Haarschnitt – auf ganzer Linie. Generell kann man sagen, dass der gesamte Cast von Mama einen guten Job gemacht hat.

Irgendwas ist immer los

Leider ist die Umsetzung nicht ganz so lobenswert. Viele Schreckmomente sind zu vorhersehbar. Es schleicht sich öfter das Gefühl ein, dass Regisseur Andrés Muschietti einige Szenen in den Film gepackt hat, die zwar dramatisch wirken sollen, doch nicht wirklich nachvollziehbar und sinnvoll erscheinen.

Screenshot Mama

Auch das Ende hinterlässt einen „erzwungenen Beigeschmack“ und lässt (in unseren Augen zumindest) einige Verständnisfragen offen. Trotzdem ist Mama ein kurzweiliger Streifen, bei dem man kein einziges Mal auf die Uhr schauen will.

Klassische Horroruntermalung

Soundtechnisch wurde auf klassische Elemente zurückgegriffen. Der Ton unterstreicht die Szenen und bereitet in Horrorfilmmanier auf die Schreckmomente vor. Vielleicht hätte man in diesem Punkt etwas innovativer sein können.

Screenshot Mama

Wenn das Bild schon laut „Gleich schreckt es dich!“ schreit, braucht man das nicht auch noch durch die Musik verdeutlichen. Schlecht ist der Soundtrack deswegen nicht, vielleicht jedoch etwas zu musterhaft.

Fazit

Mama ist ein übernatürlicher Horrorthriller, bei dem nicht mit Schreckmomenten gespart wird. Vielleicht hätte man das stellenweise tun sollen und die Schocker dafür etwas unerwarteter einsetzen können.

 

Die Schauspieler überzeugen auf ganzer Linie, die Umsetzung weist so ihre Schwächen auf. Wir empfehlen Mama allen Horrorfilmfans, denen „guter Durchschnitt“ ein Kinoticket wert ist.

Mama

Kinostart: 18. April 2013
Regisseur: Andrés Muschietti
Cast: Jessica Chastain, Nikolaj Coster-Waldau, Megan Charpentier, Isabelle Nelisse
Land: Spanien / Kanada
Dauer: 100 Minuten
Filmverleih: Universal
Film Website
Für Fans von: Possession, Sinister

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Daniel Kubera
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