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Medienzirkus: Christina Stürmer nackt & die Regel 34

Medienzirkus: Christina Stürmer nackt & die Regel 34

Christina stürmer nackt

Es ist ganz lustig, wenn man sich einmal die Statistiken ansieht, wie die Leute auf unsere Seite kommen. Internet und Google sei dank, gibt es da ganz genaue Statistiken. Klicken die Leser direkt, kommen sie über eine Suchmaschine oder über eine Verweiswebsite (Verlinkung) à la Facebookpost. Schauen wir uns einmal die Suchbegriffe der letzten Tage an. Spitzenreiter – mit knapp 300 Zugriffen dank dieser Suchanfrage – ist christina stürmer nackt, dicht gefolgt von enemy, kc rebell money boy und christina stürmer nude. Doch was sagt uns das? Wollen wirklich so viele Chrisitna Stürmer nackt sehen?

Wie sie auf enemy.at kommen?

Wir berichteten in einem Newsbeitrag über Stürmers neues Albumcover. Offensichtlich reichte der Titel „Christina Stürmer halb nackt auf neuem Cover“ schon aus, um bei dieser Suchphrase gefunden zu werden. Obwohl der Artikel alles andere als suchmaschinen-optimiert war, ganz im Gegenteil! Offen gestanden, vielleicht war der Titel auch etwas zu provokant gewählt.

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There is porn of it, no exceptions.

Es gibt ein lustiges Sammelsurium an Internetregeln. Regel Nummer 34 lautet: „There is porn of it, no exceptions“. Offensichtlich hoffen viele Internetnutzer an deren Wahrheit und suchen Nacktbilder ihrer Promis. Und wenn man lange genug sucht, wird man bestimmt das ein oder andere (Fake)Bild finden. Zumindest stolpert man über genug Plattformen mit Erwachseneminhalt. Kein Wunder, dass das Pornogeschäft im Internet boomt und Seiten wie YouPorn etc. dermaßen gut funktionieren. Begibt man sich (rein aus Recherchegründen natürlich) auf diverse Seiten und sieht sich die Klickzahlen verschiedenster Videos an, ist man verblüfft. Viele hochwertig produzierte Musikvideos können nur von Zugriffszahlen, wie die der Schmuddelfilmchen (die oftmals wirklich schlecht sind), träumen.

Sexy Boulevard Journalismus

Doch was bedeutet das für die Medien? Traurig aber wahr, erscheint es wiedereinmal umso nachvollziehbarer, dass sich so viele Medien zu reißerischer Berichterstattung verführen lassen. Benutzt man die richtigen Schlagwörter, wie in unserem Beispiel christina stürmer nackt, so kommt man offensichtlich zu seinem Seitentraffic. Gib den Leuten das, was sie wollen und suchen, auch wenn es nur in der Schlagzeile so klingt (siehe unseren Artikel „Medienzirkus: Rihanna und die Drogen im Tourbus„). Medien sind eben auch nur ein Geschäft, das versucht viele Leute zu erreichen, um Werbung möglichst teuer verkaufen zu können. Und offensichtlich wollen mehr Leute Christina Stürmer nackt sehen, als qualitativ hochwertige Inhalte lesen. Aber keine Angst, wir werden versuchen Berichterstattung in diese Richtung möglichst außen vor zu lassen, in der Hoffnung, dass nicht alle von euch Christina Stürmer nackt sehen wollen 😉

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Daniel Kubera
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