Home   /   CD Reviews  /  Musik  /   Michael Bublé – To Be Loved

Michael Bublé – To Be Loved

Michael Bublé – To Be Loved

Michael Bublé hat nach seinem Weihnachtsalbum vor zwei Jahren wieder einen regulären Longplayer auf den Markt geworfen. „To Be Loved“ ist sein achtes Studiowerk und wartet mit berühmten Features auf! Wer nach der Single „It’s A Beautiful Day“ jedoch glaubt, der 37-Jährige würde sich jetzt verstärkt auf Popmusik konzentrieren, der irrt! Auch wenn der wohl fröhlichste Breakup-Song aller Zeiten mit poppigen Elementen bestückt ist, bleibt der Sänger seinen Wurzeln treu!

Bekanntermaßen covert er eine Reihe Klassiker und mischt sie gekonnt mit vier Eigenkompositionen. Zur ersten Kategorie gehört zum Beispiel „Come Dance With Me“, im Original von Frank Sinatra. Beim Hören der peppigen Jazznummer möchte wohl jede Frau von ihrem Liebsten diese Aufforderung bekommen. Ob man nun tanzen kann oder nicht – hier geht es gar nicht anders! Die Version von Michael Bublé (Homepage) reißt einen mit und passt zu ihm.

Etwas unpassender hingegen ist einer der eigens komponierten Songs. In „I Got It Easy“ arbeitet der Kanadier ungewohntermaßen dezent mit Auto-Tune. Seine Samtstimme ruiniert er dadurch zwar nicht, aber am liebsten genießt man die doch eher pur! Trotzdem erzeugt die Powerballade durch die Mischung aus E-Gitarre, Streichern und Chor große Gefühle!

Die lassen sich bei der Interpretation von „Something Stupid“ leider ein wenig vermissen. Unterstützt wird Michael Bublé hier durch Reese Witherspoon, die schon im Johnny-Cash-Film „Walk The Line“ ihr Gesangstalent unter Beweis stellte. Revolutionär ist die Version des Liedes nicht, aber immerhin harmonieren die Stimmen der beiden Beteiligten gut!

Cover von Michael Bublés Album "To Be Loved".

Das ist ebenfalls beim Duettpartner von „After All“ der Fall. Kein Geringerer als Bryan Adams schmettert zusammen mit dem Sänger mit italienisch-kroatischer Abstammung die poppige Uptemponummer, die sich schnell als Ohrwurm entpuppt! Geschrieben wurde er von beiden gemeinsam.

Der darauf folgende Track „Have I Told You Lately That I Love You“ mit Naturally 7 ist ein wenig ruhiger und bewegt sich auf etwas neuerem Terrain – immerhin wird hier Elvis Presley gecovert! Ob das mit Producer Bob Rock zu tun hat, der schon mit Rockgrößen wie Metallica gearbeitet hat, kann man nur vermuten. Es fällt jedoch auf, dass Michael Bublé sich nicht nur auf Cover von Größen wie Dean Martin oder eben Sinatra konzentriert. Auch die Bee Gees werden neu interpretiert, ebenso der Motown-Klassiker „Who’s Lovin You“.

„To Be Loved“ bietet also eine ausgewogene Mischung aus Jazz, Swing, Pop und Blues. Es ist nicht unbedingt das beste Album des mehrfachen Grammy-Gewinners, da stellenweise schlicht das gewisse Etwas fehlt. Trotzdem gibt es mehrerer Momente, die einen direkt ins Herz treffen und Emotionen hervorrufen – ob es gute Laune ist oder man einfach nur hingerissen wird.

Michael Bublé – „To Be Loved“

Für Fans von: Jamie Cullum
Reprise Records (Warner)
VÖ: 12.04.2103
Gesehen um €12,99

Home   /   CD Reviews  /  Musik  /   Michael Bublé – To Be Loved

Tags

Related Article