Home   /   Interviews  /  Musik  /   Michael Schulte im Interview

Michael Schulte im Interview

Michael Schulte im Interview

Michael Schulte ist hierzulande erst ein paar eingefleischten Castingshow Fans und Youtube Junkies ein Begriff. Völlig zu Unrecht, denn mit seiner berührenden Stimme und seinem verträumt-melancholischen Gitarrenspiel verzaubert der Wuschelkopf wohl auch bald über die Bildschirmgrenzen hinweg.

Der Flensburger Michael Schulte begann als Youtube Phänomen. Er coverte Songs, interpretierte sie auf seiner Gitarre und stellte seine Clips ins Netz. Und Abertausende holten sich seine Lieder auf den heimischen PC. So auch ein gewisser Rea Garvey – seines Zeichens Kopf der Band Reamon und Juror in der Castingshow „The Voice of Germany“. Er holte Michael Schulte in sein Boot, coachte ihn und war Freund und Mentor in einem.

Am 28. September 2012 releaste er bereits sein erstes Album „Wide Awake“  und kommt nun mit seiner ersten großen Tour auch ins Wiener B72, im Rahmen der 15 Jahre Feier. Wir sprachen mit ihm über sein Album, über Familie, Freunde und Castingshows.

Morgen Michael! Wie geht es dir?
Sehr gut, ich bin gerade in Hamburg.

Du hast im September 2012 dein erstes Album herausgebracht, über ein halbes Jahr später spielst du jetzt deine erste größere Tour. Wie geht es dir damit, dein Album jetzt live zu präsentieren?
Die Vorfreude ist sehr sehr groß. Ich war 2012 bereits für zwei Wochen unterwegs.

Über welchen Zeitraum sind die Songs auf deinem Album entstanden?
Ich fing im März 2012 an Songs zu schreiben, mit anderen Songwritern und an ganz verschiedenen Orten. Ich schrieb bis in den Juli 2012 hinein und fing dann an das Album aufzunehmen.

Du wurdest einer breiten Öffentlichkeit erst über Youtube, dann über eine Castingshow bekannt. Wie ist dein Verhältnis zu diesen neuen Medien? Wärst du jetzt da, wo du bist, ohne sie?
Bestimmt nicht. Youtube ist einerseits perfekt, gerade für Newcomer, die sich mit einfachen und günstigen Produktionen und ohne die Hilfe von Plattenfirmen präsentieren können. Andererseits ist das Becken an Musikern dadurch um vieles größer geworden und auch finanziell ist das wegen der Downloads nicht ganz so einfach. Aber es ist einfach unbezahlbare Promotion und man kann leider nichts dran ändern, dass sich einige die Songs unbezahlt runter laden.

Wie ist dein Verhältnis zu Castingshows, wie war deine Erfahrung damit?
Ich hatte bereits einige Anfragen von Castingshows und wollte ursprünglich daran nicht teilnehmen. Letztendlich hab ich mich dafür entschieden und bin sehr sehr glücklich mit meiner Entscheidung.

In deinem Song „Grow old with me“ besingst du einen tragischen Verlust in deiner Familie. Wie geht es dir damit, diesen Song jetzt jeden Abend singen zu müssen? Durchlebst du deinen Schmerz da nicht jeden Abend aufs Neue?
Nun, das liegt ja schon länger zurück und ich hab das bereits verarbeitet.  Aber es ist jeden Abend ein sehr berührender Moment für mich und das Publikum.

Deine Lieder haben eine sehr persönliche, intime und zerbrechliche Note. Deutsche Texte waren für dich nie ein Thema um dies noch zu forcieren?
Ich habe auch ein, zwei Songs auf Deutsch geschrieben. Aber ich bin kein Fan der deutschen Sprache und mir war immer klar, dass ich auf  Englisch singen möchte. Außerdem hat es natürlich den Vorteil, dass man international werden könnte.

Du spielst in Wien am 1. Mai in einem recht kultigen Laden, kanntest du das B72 bereits?
Ehrlich gesagt nein, aber ich habe jetzt viel darüber gelesen und bin schon sehr gespannt und ich freue mich schon sehr.

Danke für das Interview!

Home   /   Interviews  /  Musik  /   Michael Schulte im Interview

Tags

Luis Pasching
äähm, mir ist grad ein bisi schlecht
Related Article