Home   /   CD Reviews  /  Musik  /   Mountains Lead Nowhere – Receding Silence

Mountains Lead Nowhere – Receding Silence

Mountains Lead Nowhere – Receding Silence

Berge führen tatsächlich nirgendwohin. Und trotzdem gibt es nichts Bewegenderes, als das Erklimmen eines solch sinnlos in der Landschaft rumstehenden Gipfels. Und zwar einfach weil er da ist und weil man es kann.

Denn auf die 1000ste Band mit FM4 Sound wartet wohl niemand, da muss man schon einige Trümpfe im Ärmel haben, um zu reüssieren. Fesche Gesichter, geile Musik, fette Show. Umso schöner, wenn es einer Band gelingt, dies alles ein wenig für sich zu vereinnahmen.

Mountains Lead Nowhere Band

Mountains Lead Nowhere

Mountains Lead Nowhere sind noch sehr frisch im Geschäft und ähnlich neu und fragil sind auch ihre Sounds. Sie präsentieren ihre Songs in einer schützenden Wand aus Echos und Hallfahnen. Flächensounds umschmeicheln den Zuhörer, Synthies wabern um die Ecke, der Bass meditiert vor sich hin und wie aus dem Nichts dann ein musikalischer Ausbruch aus der Sicherheit, Sing it!. Percussion, Gitarre auf Distortion, gedrosseltes nach-vorne-preschen. Ähnlich eines sich plötzlich entladenen Gewitters, welches sich stetig drohend am Horizont hielt.

Ihre erste Single Silence is Dead steht symbolisch für die Gesamtheit des Albums. Ein Intro vom Keyboard, ein beschwichtigende Strophe, ein Refrain, der mit seinen choralen Elementen zum Mitmelancholisieren einlädt.

Live präsentieren sie sich zu sechst und schaffen fast eine exakte Umsetzung ihres CD-Sounds auf der Bühne. Eine Unzahl von Drumcomputern und Keyboards bevölkern die Bühnenkante, Mountains Lead Nowhere geben sich selbstsicher und ausdrucksstark. Und schaffen es wirklich, mit ihrem dichten und teilweise düsteren Sound Gänsehaut zu erzeugen.

Mountains Lead Nowhere - Receding Silence

Mountains Lead Nowhere Receding Silence

Die Vorbilder findet man bei Polarkreis 18, Sigur Ross, Bon Iver oder wenn Chris Cornell von IAMX einmal verliebt wäre.

Wenn man Mountains Lead Nowhere mit ihrem Debut Album Receding Silence etwas ankreiden möchte dann am ehesten die Produktion und Beliebigkeit der Sounds, die schwer nach Presets aus der ersten Soundbank ihres Keyboards klingen. Da geht’s noch ne ganze Stufe böser.

Mountains Lead Nowhere – Receding Silence

Für Fans von: Polarkreis 18, Bon Iver, Sigur Ross
Lamb Lane Records
VÖ: 11.06.2013
Gesehen um €9,89

Home   /   CD Reviews  /  Musik  /   Mountains Lead Nowhere – Receding Silence

Tags

Luis Pasching

äähm, mir ist grad ein bisi schlecht

Related Article