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Mumford & Sons im Interview

Mumford & Sons im Interview

Bassist Ted Dwane und Keyboarder Ben Lovett von Mumford & Sons stellten sich unseren Fragen.

Willkommen in Wien! Hattet ihr schon die Chance ein Schnitzel zu essen?
Ben: Nein, leider noch nicht!
Ted: Wir sind aufgewacht und haben erst einmal eine Menge Interviews gegeben. Gleich ist der Soundcheck und dann werden wir die Stadt erkunden gehen. Wir waren erst einmal hier und es ist einer meiner Lieblingsorte. Wien ist so schön!

Wie ist es jede Nacht ausverkaufte Shows zu spielen?
Ben: Es ist wirklich super und macht wahnsinnig viel Spaß. Es ist schon länger her, dass wir in Europa getourt haben. Schön zu sehen, dass so uns so viele Leute sehen wollen. Und es ist unser erstes Konzert in Wien. Wir haben jetzt mehrere Konzerte gespielt an Orten, an denen wir noch nie waren.  Das erinnert uns daran, wie jung wir als Band eigentlich noch sind. Wenn du Amerika zum zehnten Mal tourst, vergisst du das manchmal.

Was inspiriert euch in eurer Musik?
Ted: Eigentlich alles! Bücher, Gespräche und Träume zum Beispiel. Wir schreiben über menschliche Themen und über unsere eigenen Erfahrungen. Darüber zu Männern heranzuwachsen, über die Welt und darüber seine eigenen Emotionen kennenzulernen. Wir machen keine surreale Musik, unsere Musik ist ziemlich emotional.

Mumford & Sons im Interview mit enemy.at

Euer neustes Album „Babel“ ist sehr erfolgreich. Wie sah der Entstehungsprozess aus?
Ben: Das zweite Album hat sehr viel mehr Zeit gekostet als das Erste. Für das erste Album hat man ja quasi sein Leben lang Zeit. Die Zeitspanne zwischen dem Erstling und dem Nachfolger ist dann um einiges kürzer. Wir haben wahnsinnig viele Songs geschrieben. Aber zu dieser Zeit waren wir auch viel unterwegs. Zwei Wochen im Studio, vier Wochen auf Tour. Dann kommst du zurück, hörst dir an was du produziert hast und denkst: „Das ist Mist! Fangen wir neu an!“ Es war ein hartes Stück Arbeit.

Wenn euch jemand vor ein paar Jahren gesagt hätte, dass ihr zwei Grammys gewinnen werdet, wie hättet ihr reagiert?
Ted: Ich glaube nicht, dass ich die Grammys vor ein paar Jahren gekannt habe. Ich besitze keinen Fernseher! (lacht) Ach, es ist einfach der Wahnsinn! Wir waren schon öfter nominiert und haben uns schon fast daran gewöhnt, einfach nur dort zu sitzen. Aber aufzustehen und sich das Ding abzuholen, war unglaublich. Ich hätte das hier alles nie geglaubt.
Ben: Besonders schön ist es, dass wir für zwei Dinge ausgezeichnet wurden.  Einerseits für das Album und andererseits für „Big Easy Express“ (Anm. d. Red. eine Tour-Dokumentation). Das zeigt ein ziemlich breites Bild dessen, was Mumford & Sons (Homepage) ausmacht. Wir machen ja noch viel mehr als nur Alben herauszubringen, uns fällt so einiges ein.

Mumford & Sons im Interview mit enemy.at

Es kursiert das Gerücht, dass ihr auf eurem nächsten Album rappen wollt. Stimmt das und was können wir da erwarten?
Ben: Ich kann jetzt gleich einen starten. Willst du einen exklusiven Rap hören? (lacht) Nah, ich bin noch nicht bereit dazu!
Ted: Da wurde ein Zitat aus dem Kontext gerissen. (lacht) Es war eher Sarkasmus, den jemand nicht verstanden hat.
Ben: Wir haben eigentlich noch keine Ahnung, wie das nächste Album klingen wird. Es könnte alles werden. Also könnte es theoretisch auch Rap sein. Es könnte aber auch ein gesprochenes Album werden.
Ted: Oder ein Bild! (lacht)
Ben: Oder komplette Stille! (lacht) Man muss einfach abwarten. Spekulationen sind im Moment gefährlich, weil wir uns gerade nur auf unsere Konzerte konzentrieren.

Sind trotzdem schon irgendwelche Kollaborationen geplant?
Ted: Es ist zwar gerade noch nichts Konkretes geplant, aber das ist etwas, das immer sehr mit der Band verbunden sein wird. Wir sind da sehr offen und haben schon immer gerne mit anderen Leuten gemeinsam gespielt.
Ben: Wir werden oft gefragt, aber haben gerade nicht wirklich Zeit dafür. Man hört immer wieder, dass viele Künstler sich vorstellen könnten mit uns zu arbeiten und es schmeichelt uns sehr. Das ist die Art von Band, die wir sein wollen – eine offene gesellige Band.

Mumford & Sons im Interview mit enemy.at

Wie wichtig sind euch Musikvideos?
Ben: Ja, das ist diese andere Sache! (lacht)
Ted: Das ist etwas von dem wir nicht viel verstehen, aber ich habe das Gefühl wir werden besser.

Euer letztes Video zu „Lover Of The Light“ ist brillant. Könnte es daran liegen, dass ihr nicht zu sehen seid?
Ben:  Ja, genau! (lacht) Vielen Dank!
Ted: Das ist es was wir auch realisiert haben. (lacht)
Ben: Einfach aus dem Video draußen bleiben. (lacht)
Ted: Wir haben da jetzt definitiv dazugelernt. Ich denke, von jetzt an freue ich mich sogar auf die Videos. Wir haben gerade das Nächste fertig und ich bin sehr zufrieden damit. Ich glaube wir befinden uns jetzt in einer neuen Ära von unseren Musikvideos.

Wenn ihr eine Filmfigur wählen müsstet –  Wer wärt ihr gerne und warum?
Ben: James Bond!
Ted: Das wollte ich auch gerade sagen.
Ben: James Bond oder Jason Bourne. (lacht) Auf jeden Fall ein wirklich cooler, ziemlich gut aussehender und talentierter Typ, der alle Mädels bekommt.

Zum Abschluss noch eine Frage, die oft bei Vorstellungsgesprächen gefragt wird. Wo seht ihr euch in zehn Jahren?
Ben: Hoffentlich als neuen James Bond-Darsteller. (lacht)
Ted: Höchstwahrscheinlich auf Tour. Eine weitere Sache, die ich mir wünsche, ist eine Art Headquarter. Ein Raum, indem wir all unsere Dinge unterbringen können und wo wir uns treffen, um zusammen zu musizieren. Das wäre ein Traum.

Die letzten Worte gehören euch.
Ted: Wir sind so verdammt eifersüchtig auf eure schöne Stadt und auf euer lecker Schnitzel.
Ben: Cheers to Schnitzel!

Vielen Dank für das Interview!

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Vanessa Spanbauer

„Stop trying to fit in – when you were born to stand out!“

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