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Musiker sein ist schlecht für die Gesundheit

Musiker sein ist schlecht für die Gesundheit

Musiker zählt zu den fünf gesundheitsgefährdendsten Berufen. Nein, nicht (nur) wegen dem übermäßigen Alkoholkonsum, sondern wegen viel mehr Gründen. Bei einem Symposium zum Thema Musikergesundheit in Graz wurde auf die Gefahren des Berufs hingewiesen, berichtete gestern orf.at. Wir fassen die Kernaussagen für euch zusammen:

Musiker Mitch Lucker

Mitch Lucker starb unter Einfluss von Alkohol bei einem Motorradunfall

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  • Berufsmusiker müssen ihre Instrumente oft frühzeitig an den Nagel hängen
  • 58% aller Orchestermusiker leiden unter ständigen Schmerzen
  • 25% der Studienanfänger haben bereits eine Beeinträchtigung, die sich auf das Musizieren zurückführen lässt
  • 42% der Studierenden haben gesundheitliche Probleme während des Studiums
  • Häufig treten Gehörschäden wie Tinnitus auf, oder auch Schädigungen des Bewegungsapparates durch einseitige Haltung
  • Auftrittsangst und die nicht sehr aussichtsreichen Zukunftsperspektiven führen zu psychischen Erkrankungen

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Das Symposium setzt einen Schwerpunkt auf Prävention. Schon in den Anfangsunterrichten sollte die richtige Körperhaltung gelernt werden, um Folgeschäden vorzubeugen.

Kurt Cobain starb mit 27

Kurt Cobain starb mit jungen 27

Abgesehen tendieren viele im Musikbusiness zum übermäßigen Alkohol- und Drogenkonsum. Der Standard veröffentlichte passend dazu eine Studie, die 1500 Musiker umfasste:

Ausgewertet wurden die Biografien von fast 1.500 Musikern in Nordamerika und Europa zwischen 1956 und 2006. Rund neun Prozent von ihnen verstarben vorzeitig, in Nordamerika mit einem Durchschnittsalter von 45 Jahren und in Europa im Durchschnittsalter von knapp 40 Jahren. In fast 40 Prozent der Fälle waren Drogenkonsum oder Autounfälle die Todesursache. derstandard.at

Von den Musikern, die als Folge von Drogen, Alkohol oder Gewalt starben, hatte fast die Hälfte eine schwierige Kindheit, wie die Wissenschaftler aufgrund von biografischen Angaben ermittelten. Eine Karriere im Musikgeschäft sei möglicherweise attraktiv, um einer schwierigen Kindheit zu entfliehen, doch der Lebensstil eines Stars könne auch Probleme verschärfen, schreiben die Autoren um Mark Bellis von der Liverpool John Moores Universität. derstandard.at

Da bleibt uns nur eines zu sagen: Finger weg von der Branche 😉

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Daniel Kubera

“Life has improved immeasurably since I have been forced to stop taking it seriously.” – Hunter S. Thompson

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