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Noah And The Whale – Heart Of Nowhere

Noah And The Whale – Heart Of Nowhere

Ein kurzer Abriss von Noah And The Whales bisheriger Laufbahn:
Die fünf Engländer aus London gründeten 2006 die Band, damals mit Laura Marling als zweiter Sängerin, die die Gruppe allerdings aufgrund ihrer erfolgreichen Solokarriere 2008 wieder verließ. Nach zwei Singles, die auf einem Indie-Label veröffentlicht wurden (darunter das hierzulande durch die Werbung von Orange bekannt gewordene Five Years Time), unterschrieb die Band bei Vertigo Records und brachte ihr Debut-Album Peaceful, The World Lays Me Down somit auf einem Major-Label heraus. In England schafften sie es damit bis in die Top 10 und erhielten Goldstatus.

2009 folgte The First Days of Spring, ihre größten Erfolge feierten Noah And The Whale (Homepage) allerdings mit dem 2011 erschienenen Last Night On Earth, das Platinstatus erreichte und internationale Charts schmückte. Auf Last Night On Earth wurde der Musikstil der Band umgekrempelt. In den Arrangements findet sich neben dem charakteristischen, von Akustik-Instrumenten getragenen Indie-Folk, nun vermehrt Platz für Synthesizer.

Heart Of Nowhere wird durch einen 1,5-minütigen Instrumentalpart eröffnet, der von Xylofon und Streichern getragen wird und nahtlos in den ersten, namensgebenden Song des Albums übergeht. Die eingängige Hookline der Streicher bäumt sich imposant auf und ihr folgen vier Minuten Indie-Pop, wie man ihn sich nur erträumen kann. Da gibt es keine Sekunde, die undurchdacht wirkt, der Song bewegt sich unentwegt in die richtige Richtung, dazu tragen die ausgefuchsten Streicher-Arrangements und der exzellente Sound, der sich kompromisslos durch das ganze Album zieht, gleichermaßen bei.

Mit Chorus-Gitarren und etwas mehr in den Vordergrund gestelltem, tanzbaren Rockbeat besticht All Through The Night. Fans von modernem Britrock, wie aus der Schmiede von Two Door Cinema Club, werden daran Gefallen finden. Mit ähnlichem Rezept wird auch im Nachfolger Lifetime gekocht, in dessen lange ausklingendem Outro man schon nach dem ersten Mal hören die Refrain-Zeilen mitsummen kann.

CD Cover Heart of Nowhere

Still, After All These Years zeigt, dass auch heutzutage, „nach all diesen Jahren“, der Sound der 80er noch funktionieren kann. Es ist zwar nicht übertrieben glaubhaft, wenn der erst 26 Jahre alte Charlie Fink darüber singt, wie sehr das Feuer zwischen ihm und seiner Liebsten nach so langer Zeit noch brennt, aber darüber sieht man bei einem so schönen Song doch gerne hinweg.

Die erste Single-Auskopplung There Will Come A Time, in deren Video Fink selbst Regie führte, findet man erst überraschend spät auf dem Album. Der Song fasst jedoch alle Stärken der Band und des Albums exzellent zusammen und zeichnet sich somit als eine gerechtfertigte erste Single aus. An letzter Stelle steht mit Not Too Late noch einmal ein großer Favorit auf der Agenda. Die tiefere Stimmlage und Ruhe des Songs erinnern ein wenig an The National und lassen das Album auf eine sehr schöne, melancholische und zugleich hoffnungsvoll klingende Weise enden.

Noah And The Whale – Heart Of Nowhere

Für Fans von: Arcade Fire, Two Door Cinema Club
Mercury Records
VÖ: 06.05.2013
Gesehen um €17,99

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