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Oblivion – Filmkritik

Oblivion – Filmkritik

Ein atomarer Krieg gegen intergalaktische Eindringlinge namens Scavs hat die Welt unbewohnbar gemacht. Die Überlebenden wurden, um zu überleben, auf eine große Raumstation im Orbit evakuiert. Jack Harpers (Tom Cruise) Auftrag ist es gemeinsam mit Victoria (Andrea Riseborough) große Wasseraufbereitungsanlagen und Drohnen, die dessen Verteidigung sicherstellen sollen, zu warten. Schließlich bevölkern noch immer einige Scavs den Planeten. Zumindest wurde es Jack in seinem Auftragsbriefing so erklärt. Nach einem Raumschiffsabsturz beginnt der Ingenieur an seinem Auftrag und sich selbst zu zweifeln.

Oblivion

Beeindruckende Bilder und mächtiger Sound

Oblivion lebt definitiv von seinen eindrucksvollen Bildern. Selten hat eine postapokalyptische Welt so gut ausgesehen. Zerstörte Stadien, ein völlig zerbombtes New York und riesige, vertrocknete Wüsten. Definitiv optisch für die große Leinwand konzipiert. Passend dazu gibt’s eine bombastische Soundkulisse. Epische – fast schon an Hans Zimmer heran reichende – Musik, die leider stellenweise zu aufdringlich eingesetzt wird. Zwischendurch baut Anthony Gonzalez den ein oder anderen Oldie ein (z.B. „A Whiter Shade of Pail“ von Procol Harum) der für (nötige) Abwechslung sorgt. Auch die Sound- und Specialeffekte überzeugen auf weiten Stecken.

Ein junger Tom Cruise und cooler Morgan Freeman

An dieser Stelle muss ein großes Lob an die Maske ausgesprochen werden. Beeindruckend, wie man den 50 Jahre alten Tom Cruise derart jung aussehen lassen kann. Aber auch der Scientology-Anhänger hat seinen Job ganz gut gemacht. Generell liefert keiner der Schauspieler eine wirklich schlechte Performance in Oblivion ab. Hier und da darf ein cooler Spruch natürlich auch nicht fehlen – vor allem von Morgan Freeman.

Oblivion

Überzeugender Start mit mittelmäßigem Ende

Die Welt, die der Regisseur Joseph Kosinski in Oblivion schafft, ist definitiv sehr interessant. Viele Ideen setzt der Amerikaner gut und glaubwürdig um. Leider kann man das nicht unbedingt vom Storytelling sagen. Die Geschichte fängt ganz gut und spannend an, ab einem gewissen Knackpunkt verwandelt sich der Film in einen vorhersagbaren 0815-Blockbuster. Schade eigentlich, denn man hätte bestimmt noch mehr aus der Oblivion-Welt machen können.

Oblivion

Fazit: Bildgewaltiges Epos mit Schwächen in der Story

Oblivion ist ein durchaus kinotauglicher Film. Freunde von Tom Cruise und seinen Filmen werden definitiv auf ihre Kosten kommen. Wünscht man sich einen überdurchschnittlich innovativen Actionfilm, so wird man leider (zumindest ab der Hälfte) etwas enttäuscht werden. Auch das Ende lässt unserer Meinung nach etwas zu wünschen übrig. Dennoch empfehlen wir Oblivion auf einer großen Leinwand anzusehen, die Bild- und Tonebene alleine sind es schon wert.

Oblivion

Kinostart: 11. April 2013
Regisseur: Joseph Kosinski
Cast: Tom Cruise, Morgan Freeman, Olga Kurylenko, Melissa Leo, Andrea Riseborough
Land: USA
Dauer: 124 Minuten
Filmverleih: Universal
Film Website
Für Fans von: Independence Day, Tom Cruise Filme

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Daniel Kubera

“Life has improved immeasurably since I have been forced to stop taking it seriously.” – Hunter S. Thompson

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