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Olympus Has Fallen – Filmkritik

Olympus Has Fallen – Filmkritik

Nordkoreanische Terroristen nehmen das weiße Haus ein und den amerikanischen Präsidenten und große Teile seiner Regierung als Geiseln. Ihre Forderung ist der Abzug der amerikanischen Truppen aus dem Grenzgebiet zwischen Süd- und Nordkorea. Außerdem planen sie, Amerika durch einen Nuklearangriff mit seinen eigenen Waffen zu zerstören.

Aufhalten kann sie natürlich nur ein mutiger Mann. Nämlich der ehemalige Secret-Service-Agent Mike Banning. Ausufernde Actionszenen, aufgepeppt mit stumpfen Sprüchen sind vorprogrammiert.

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Viele Bekannte Namen

Um bei seinem Blockbuster auf Nummer sicher zu gehen, setzt Regisseur Antoine Fuqua auf viele prominente Schauspieler wie Gerard Butler (300), Morgan Freeman (Invictus) oder Aaron Eckhart (The Dark Knight).

Anders als bei seinem Film Training Day aus dem Jahr 2001, wird er diesmal aber keinen von ihnen zum Oscar führen. (Damals gewann Denzel Washington die Kategorie „Beste Männliche Hauptrolle“.) Das lassen allein schon die platten Charaktere nicht zu.

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Hollywood, wie man davon spricht

Olympus Has Fallen ist einer von den Filmen, wie man sie oft meint, wenn man im negativen Sinn über Hollywood spricht. Haufenweise Action, aufwendige Special Effects, natürlich eine liebende Frau zu Hause, schmerzlich viel Patriotismus und ein löchriges Drehbuch.

Einzig der sehr hohe Gewaltfaktor unterscheidet Olympus Has Fallen von anderen 0815-Action-Filmen aus Kalifornien. Gerard Butler macht als Mike Banning keine Gefangenen. Er ist politisch unkorrekt und steckt seinen Gegnern selbst dann noch ein Messer in den Kopf, wenn er sie bereits überwältigt hat. Das macht ihn zum Antihelden, aber nicht interessanter. Überhaupt wirkt der Film so als hätte man ihn nachträglich sogar noch entschärft.

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Logiklöcher ohne Ende

In einer Szene, in der Banning Informationen aus einem überwältigten Terroristen herausbekommen will, wird das recht deutlich. Gerade noch, als Banning mit der Folter beginnt, spricht der Gefangene nur koreanisch, in der nächsten Szene ist er bereits tot und Banning – der des Koreanischen nicht mächtig ist – hat alle Informationen, die er wollte.

Und auch sonst scheinen einige für die Story wichtige Stellen herausgeschnitten worden zu sein. Anders sind die vielen offenen Fragen, die beim Abspann noch im Raum stehen, nicht zu erklären. Aber scheinbar war die reine Aneinanderreihung der Actionszenen wichtiger.

Resümee

Olympus Has Fallen müsste eigentlich von Roland Emmerich sein. Die extreme Vereinfachung der Dinge, die Special Effects, die weite Teile des Films ausmachen, das Weltuntergangsszenario – das schreit eigentlich alles nach dem Deutschen. Und das Weiße Haus hat er ja auch bereits zerstört. Aber auch Antoine Fuqua kann das.

Olympus Has Fallen

Kinostart: 13. Juni 2013
Genre: Action
Regisseur: Antoine Fuqua
Cast: Gerard Butler, Aaron Eckhart, Morgan Freeman, Rick Yune
Land: USA
Dauer: 120 Minuten
Filmverleih: Constantin
Film Website
Für Fans von: Independence Day

 

 

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