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Portugal. The Man – WUK Wien

Portugal. The Man – WUK Wien

Der Wunsch von Portugal. The Man war es, wieder im WUK spielen zu dürfen. Dieser Special Request wurde ihnen erfüllt  und auch belohnt: Am 22. September feierten die Herren aus Alaska einen gebührenden Abschluss ihrer Europa-Tour vor ausverkaufter Halle.

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Einen passenden Auftakt gaben Okta Logue (Homepage). Das Quartett aus Deutschland gilt als Newcomer und stimmte das Publikum mit Songs aus ihrem aktuellen Album Tales Of Transit City auf das Konzert von Portugal. The Man ein. Dafür streuten die ihnen später noch Rosen: „They are fucking talented!“, sagte Bassist Zach Carothers.

Portugal. The Man starteten fulminant mit Purple yellow red and blue von ihrem neuen Album Evil Friends (produziert von Danger Mouse). Generell war an diesem Abend in der Setlist hauptsächlich Neues zu finden. Was an dieser Stelle gesagt werden muss: Noch nie habe ich gesehen, wie eine Band innerhalb eines Konzerts so derart viele Lieder gespielt hat. Die verschwenden eben keine Zeit. Geredet wurde fast nichts, zwischen den Songs – eine Mischung aus Psychedelic-Rock, Elektro-Pop und Indie – gab es kaum Pausen. Portugal. The Man schafften es auf unerklärliche Weise die Lieder so perfekt ineinander schmelzen zu lassen, dass man als Zuhörer kaum bemerkte, wann das eine begann und das anderes aufhörte. Da wurde etwa All the people mit Guns and Dogs und das dann mit Atomic Man verwoben. Dass sich die vier so wortkarg gaben, störte angesichts ihrer Leidenschaft auf der Bühne nicht wirklich. Fans kennen das ohnehin schon von anderen Konzerten, auch wir stellten das in unserem Bericht aus dem Jahr 2011 bereits fest (Bericht). Schade nur, dass der Sound ziemlich mies war. John Gourley’s unverkennbare Stimme ging teilweise einfach unter. Erschwert wurde das Ganze noch dadurch, dass es statt einer hell erleuchteten Bühne, nur dumpfes Licht gab. Man hatte also Mühe, die kreativen Köpfe sowohl visuell als auch akustisch auseinander zu kennen.

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Portugal. The Man ©Yavuz Odabas

Gegen Ende hin kam das von vielen sehnsüchtig erwartete Modern Jesus und zur Abrundung noch einmal Purple yellow red and blue. Als das Publikum dann lautstark nach einer Zugabe verlangte, ließen Portugal. The Man lange auf sich warten. Nach acht Jahren Band-Dasein und sieben Platten dürfen die den Applaus aber auch ruhig etwas genießen. Sleep Forever und ein Beatles-Cover (Hey Jude) gab’s als Abschied. Es scheint so als wären Portugal. The Man (Homepage) endlich da angelangt, wo sie hingehören. Und zwar komplett verdient.

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