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Rising Sense – A Lack of Pointlessness

Rising Sense – A Lack of Pointlessness

Ihr seid auf der Suche nach einer jungen Post-Hardcore-Band aus Österreich? Fürchtet nicht, denn da haben wir etwas ganz Frisches für euch im Angebot: Rising Sense (Facebook). Das solide Erstlingswerk A Lack Of Pointlessness der vier jungen Burgenländer hat Scream-Faktor und Potential.

Von Songs wie dem gut gelungen No Place To Hide, dem Head bangenden Days Like These und punkig melodiösen Break the Chains (From Dawn To Fall lässt grüßen!) wollen wir gerne noch mehr haben! Leider lässt der Rest der Platte es noch an Kreativität fehlen. Das macht sich durch die nicht einprägsamen Melodien bemerkbar, dem Gefühl die Lieder schon hundertmal woanders gehört zu haben und den fast durchgängig angesprochen Emotionen (z.B. Anger), die aber dann doch nicht in unsere Ohren und Gefühlszentren transportiert werden.

Am Gesang darf auch noch gefeilt werden, damit das Screaming nicht der bessere Teil des Gesangs bleibt. Doch die Stimme, die über dem Musikteppich zu hören ist, erinnert jetzt schon stark an die der Musiker-Größen von Korn oder P.O.D. Im Großen und Ganzen ist das Album also vernünftiges Rohmaterial und wie man weiß, haben Rohdiamanten auch ihren Wert.

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Textlich ist A Lack Of Pointlessness einfach gehalten, soweit man es trotz Screaming und Growling versteht. Zum Beispiel hätten wir uns von dem Stück Sometimes It’s Better To Say No, in dem eine Vergewaltigung thematisiert wird, mehr Tiefgang erwartet. Auf den mehrfach festgestellten Umstand „He rapes you“, ist die banale Antwort „the next time you better say no“ eine klare Themenverfehlung. Hier kratzen sich nicht nur Feministinnen am Kopf und fragen sich, ob man da nicht doch mehr Aufwand beim Texten betreiben sollte.

Aber, dass die Jungs sich nicht immer ganz so ernst nehmen müssen, lässt sich spätestens erahnen, wenn sie ohne Vorwarnung einfach mal ein Hundegebell nachahmen.

Fazit: Rising Sense hat gerade den Metal-Kindergarten mit Auszeichnung abgeschlossen. Das heißt einerseits, es gibt noch Arbeit für die Jungs bis ihre Alben in gut sortierten Metal-Hardcore-Sammlungen landen werden. Aber andererseits auch, dass der Weg schon eingeschlagen ist und wir sind gespannt, was die Zukunft bringen wird.

von Bernhard Gellner

Rising Sense – A Lack Of Pointlessness

Für Fans von: Stupeit, Fightstar, From Dawn to Fall, My Chemical Romance, Korn
Flash Records
VÖ: 29.08.2013

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