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Rob Moir – Places to die (before you see the world)

Rob Moir – Places to die (before you see the world)

Es ist früher Morgen, Ruhe liegt noch über der Kleinstadt mitten im Nirgendwo, die Bewohner noch mit den Vorbereitungen des Tages beschäftigt, während der unbekannte Mann seine Gitarre vom Rücken nimmt und zielstrebig mitten auf der Fahrbahn der Hauptstraße die Ortschaft entlang geht …

DAS ist der Zeitpunkt wo Places to die (before you see the world) von Rob Moir (Website) einsetzt. Die ehrliche Mischung aus Singer/Songwriter, Country und gelegentlich rockigen sowie alternativen Sounds macht das neue Album von Rob Moir zu einem Glanzstück! Der Prediger auf einem Podest am Straßenrand ist weit entfernt von aufdringlich, doch kann er gerade damit die vorbeiziehenden Massen durchaus begeistern. Mit immer wieder raue Summe erzählt er von kalten Winterabenden (Cold), von den Möglichkeiten des Lebens (Places to die before you see the world), Angst (Fear) und vielen andern alltäglichen Gefühlen.

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Eines muss aber klar sein: viel mehr Tiefgang darf man nicht erwarten. Während es unter den 12 Titeln auch Lieder mit unerwartet viel Drive gibt (Goodnight Sleeptight mit treibendem Snare-­Drum-­Beat), wartet man zwischen den leicht fröhlichen, leicht melancholischen Liedern vergeblich auf einen Gefühlsexplosion. Man muss hier zu Gute halten, dass er sich, im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern, nicht zu schade ist Lieder kürzer als 3 Minuten zu halten, wenn es nicht mehr zu sagen gibt.

Die musikalische Untermalung passiert auch zumeist nur durch spärlichen Instrumenteneinsatz. Eine Band gibt es zwar, diese kommt aber nur als Sahnehäubchen in manchen Songs zur Anwendung. Der einsame Erzähler der die imaginäre Bühne ausfüllt, bleibt aber permanent präsent.

Fazit

Auch wenn der entscheidende Funke in diesem erdigen Album fehlt, ist es doch zu empfehlen, wenn man mit der Gitarre gerne von den Rockies in die Wüste und zurück getragen wird.

Rob Moir – Places to die (before you see the world)

Für Fans von: Glen Hansard, Bruce Springsteen, Bob Dylan, Mumford and Sons
Makemydayrecords (Alive)
VÖ: 26.07.2013

Von Bernhard Gellner und Nives Kovacec

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