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Sein letztes Rennen – Filmkritik

Sein letztes Rennen – Filmkritik

Sportlicher Ehrgeiz vermischt mit einer zu Tränen rührenden Liebesgeschichte, die die Zuseher in ein beeindruckendes Leben blicken lassen. Kilian Riedhof, Regisseur und Co-Autor des Films neben Marc Blöbaum, erschafft eine fiktive deutsche Sportlegende: Paul Averhoff! Gespielt von Dieter Hallervorden, der es mit seinem stattlichen Alter noch einmal wissen will. Universum Film bringt Sein letztes Rennen (Homepage) am 11. Oktober 2013 auf die Kinoleinwand. Enemy.at hat ihn sich vorab schon einmal angesehen.

Sein letztes Rennen bestreitet Läuferlegende Paul Averhoff (Dieter Hallervorden), deutscher Marathon-Olympiasieger von 1956 in Melbourne, beim Berlin Marathon etliche Jahre später. Averhoff und seine Frau Margot (Tanja Seibt) sollen nach mehreren ungewollten Stürzen innerhalb kurzer Zeit ins Altersheim verfrachtet werden. Paul, der ganz und gar nicht glücklich ist mit dieser Entscheidung, setzt sich gegen seine Tochter (Heike Makatsch) jedoch nicht durch und muss nun ungewollt das Leben in einer Gemeinschaft von alternden, fast leblosen Pensionisten verbringen. Nachdem mehrere Bastel- und Singstunden an ihm nervend vorübergehen, nimmt er sein Leben erneut in die eigene Hand. Ganz nach dem Motto: Niemals stehen bleiben! Er packt seine alten Laufsachen aus, zieht sich an und beginnt erneut mit seinem Training für den Marathon. Sein Ziel: Berlin Marathon und wenn’s geht, auch noch den Sieg.

Nach vielen Turbulenzen, sturen Krankenschwestern, harten PflegerInnen und Ärzten, die ihn davon abbringen wollen, zeigt Averhoff allen, was eine Legende ausmacht und trainiert bis zum erbitterten Ende. Mithilfe seiner Frau Margot, den Heimbewohnern, die ihn aus früheren Jahren vergöttern und dem jungen Pfleger Tobias (Frederick Lau) hält ihn nichts mehr auf und die Ziellinie, die er sich gesteckt hat, rückt mit jedem Schritt ein Stückchen näher. Doch nach jedem Hoch kommt ein Tief und so lässt sich auch die Tragödie in diesem Film nicht vermeiden. Schlussendlich geht es im Leben: „Auf, ab, auf, ab und zum Ende hin immer nach oben“ und so sollte man sich auch verabschieden: Mit einem spektakulären letzten Comeback!

Rührender Plot – gute Hauptdarsteller

Der Film Sein letztes Rennen bietet zum größten Teil eine berührende Geschichte, bei der man des Öfteren mit Tränen zu kämpfen hat. Die Besetzung mit Hallervorden ist geglückt und auch Seibt überzeugt als liebende Ehefrau und Trainerin der Sportlegende. Die Liebe der beiden wirkt durchgehend harmonisch und beneidenswert. Man sieht ein Ehepaar vor sich, das alle Höhen und Tiefen gemeinsam durchgestanden hat und immer noch nach so vielen Jahren nicht ohne einander kann. Wäre nur die Liebesgeschichte zweier alter Menschen zu sehen, könnte man sich fast in die Vorstellung mit jemandem so etwas zu teilen, verlieben.

Leider präsentiert sich Makatsch als Tochter nur in wenigen Szenen in Bestform und auch die restlichen Schauspieler können nur bedingt Punkten. Katharina Lorenz, die die übereifrige Alleinunterhalterin der Pensionisten im Altersheim spielt, ist hierbei aber auszuschließen. Ab dem ersten Moment, fallen ihre Sympathiepunkte in den Keller, doch genau das macht ihre Rolle aus, die sie ausgezeichnet spielt.

Auch die Musik versetzt einen in eine amouröse Stimmung. Peter Hinderthür, der für den Soundtrack verantwortlich war, ist selbst begnadeter Musiker, Komponist und Arrangeur. Er arbeitete mit vielen Größen der deutschen Musikszene zusammen und veröffentlichte selbst schon vier Studioalben mit seiner Band Cultured Pearls. Für den Film Der Baader-Meinhof-Komplex gestaltete er ebenfalls die Musik.

Sein letztes Rennen – Fazit

Gesamt gesehen muss man sagen, hat auch der Film Höhen und Tiefen. Er überzeugt mit emotionalen Höhepunkten, die einen fesseln und fällt leider ab und zu mit seichten, fast langweiligen Passagen zwischendurch in ein Tief. Trotzdem muss man sagen am Ende geht doch alles nach oben und so kann man getrost, da die berührenden Szenen überwiegen, den Film Sein letztes Rennen empfehlen.

Sein letztes Rennen

Kinostart: 11. Oktober 2013
Genre: Komödie
Regisseur: Kilian Riedhof
Cast: Dieter Hallervorden, Tatja Seibt, Heike Makatsch, Frederick Lau, Katharina Lorenz
Land: Deutschland
Dauer: 114 Minuten
Filmverleih: Universum Film
Film Website

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