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Sodom – Epitome of Torture

Sodom – Epitome of Torture

Sodom (Facebook) gehören zu den Thrash Metal Pionieren und zählen neben Kreator, Destruction und Tankard zu den Big Teutonic 4. Gründungsmitglied und Frontmann Tom Angelripper durfte in 31 Jahren Sodom einiges erleben. Über das Mitwirken in der Musikkultur, bis hin zur Weiterentwicklung der Metalszene und über zahlreiche Touren und Festivalauftritte könnte Herr Angelripper bestimmt ein Buch schreiben. Gut, dass sich Tom Angelripper mehr auf die Musik konzentriert. Denn Sodom brachten nun drei Jahre nach In War And Pieces ein neues Album auf den Markt. Epitome of Torture heißt das neue Schwergewicht und erschien am 26. April via SPV. Reinhören konnte man dank offizieller Single Stigmatized bereits Mitte April. Dieser Vorgeschmack ist der härteste Song, der auf dem neuem Album zu finden ist. Dennoch hat Epitome Of Torture noch einiges mehr zu bieten.

Durch Toms ungewöhnliche tiefe Vocals bei Stigmatized könnte man fast meinen, ein Gastsänger sei am Werk. Dazu kommen noch die knallharten Riffs, durch die eine geballte Ladung Death Metal entsteht. Auch der Opener My Final Bullet knallt so richtig ins Ohr rein. Nach melodischem Intro startet das Thrash Feuerwerk im flotten Tempo. Beim Refrain stimmen die Vocals mit den Riffs plus Schlagzeuggroove passend überein und sorgen somit für einen Ohrwurm. Der selbst benannte Track S.O.D.O.M überzeugt ebenfalls mit hoher Geschwindigkeit und Mitgröhl-Passagen. Er klingt etwas mehr nach alter Schule. Mit dem Titelsong Epitome Of Torture präsentieren sich Sodom weiterhin stark. Ein Typischer Sodom Song mit neuer Würze! Bernemanns Gitarrenspiel sorgt für eine heftige erste Halbzeit. Auch Drummer Markus Makka Freiwald, der 2010 Bobby Schottkowsky ablöste und mit Epitome Of Torture sein erstes Studioalbum mit Sodom aufnahm, beeindruckt mit präzisem und technischem Schlagzeugspiel. Cannibal klingt melodischer, bietet rotzigen Rock und melodische Parts.

CD Cover von Epitome Of Torture

Ab der zweiten Hälfte verliert Epitome Of Torture etwas an Aggressivität und Härte. Zwar klingen Songs wie Invokating The Demons, Into The Sky Of War oder Tracing The Victim nicht minderwertig, aber durch Onkel Toms Stimme, der hier versucht relativ clean zu singen, und die experimentelle Mischung aus Thrash und Rock, sind sie etwas gewöhnungsbedürftig. Zum Sound kann man nur sagen, dass Produzent Waldemar Sorychta gute Arbeit geleistet hat.

Sodom lassen mit Epitome Of Torture Headbanger Herzen höher schlagen und beweisen, dass der Dreier aus Gelsenkirchen dort steht, wo er hingehört. Nämlich an der Speerspitze des deutschen Thrash Metals. Zwar verliert das neue Werk ab der Hälfte etwas den Faden aber die Wurzeln liegen in den alten Tagen. Anders ausgedrückt ist es ein Stück Sodom, das sich auf alle Fälle hören lassen kann.

Sodom – Epitome of Torture

Für Fans von: Kreator, Slayer
Steamhammer (SPV)
VÖ: 26.04.2013
Gesehen um €15,99

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